Seilzug (Klettern)

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Der Seilzug ist beim Klettern das zusätzliche Gewicht des Kletterseils, das durch die Reibung über Felsunebenheiten oder durch die Sicherungspunkte (Karabiner) entsteht. Der Kletterer muss eine zusätzliche Kraft aufbringen, um weiterklettern zu können. Bei der Reibung über die Sicherungspunkte ist der Seilzug umso größer, je mehr Richtungswechsel im Seilverlauf auftreten. Im Extremfall kann der Seilzug so groß werden, dass ein Weiterkommen nicht mehr möglich ist.

Die Größe des Seilzugs lässt sich mit Hilfe der Euler-Eytelwein-Formel für eine beliebige Anordnung von Sicherungspunkten berechnen. Der Seilzug, der durch die Reibung zwischen Seil und Sicherungspunkten entsteht, kann durch ein effektives Seilgewicht ausgedrückt werden, das immer größer gleich dem reinen Seilgewicht ist.[1] Dieses effektive Seilgewicht hängt exponentiell von der Summe aller Winkel ab, die entstehen, wenn der Kletterer eine Richtungsänderung im Seilverlauf erzeugt. Entgegen der Intuition wirken sich „frühe Einhängfehler“ nicht so stark aus wie „späte Einhängfehler“, d.h. eine Begradigung des Seilverlaufs durch längere Expressschlingen ist besonders wichtig, wenn bereits viel Seil ausgegeben worden ist.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Ulrich Leuthäusser: Physics of climbing ropes: fall factors, impact forces and rope drag. 2011, abgerufen am 18. Januar 2011 (pdf; 195 kB, eng).