Seneschall

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Seneschall ist die historische Bezeichnung für ein höfisches Amt.[1]

Etymologie[Bearbeiten]

Das Wort Seneschall entstammt den beiden Grundwörtern Schalk (für Knecht) und Marschall. Das Bestimmungswort ist eine letzte Spur der indoeuropäischen Wurzel sen(o) in der Bedeutung von alt.[1] Eine ähnliche Bedeutung hat lateinisch senex „der Alte“ und althochdeutsch scalc „der Knecht“. Im Französischen sénéchal bedeutet „Altknecht“ (also der erfahrenste, ältestgediente oder vornehmste Diener, nicht etwa „Knecht im Ruhestand“). Als Seneschall bezeichnete man bei den Karolingern den höchsten Hofbeamten, den Leiter des königlichen Hauswesens. Ihm entspricht unter den deutschen Königen und Kaisern das Amt des Truchsessen. Im späteren Mittelalter wird auch der königliche Gerichtsverwalter bzw. oberste Gerichtsbeamte eines Bezirks als Seneschall bezeichnet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Eduard von Schele: Ueber die Freiheit oder Unfreiheit der Ministerialen des Mittelalters. J. D. Sauerländer, Frankfurt am Main 1868, S. 2 f.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. De Gruyter, Berlin/New York 1975, Lemma Seneschall.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Seneschall – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen