Siesta
Die Siesta [ˈsjesta] ist die traditionelle spanische Mittagsruhe in der Zeit zwischen 12 und 16 Uhr, die unter anderen Bezeichnungen auch in vielen anderen wärmeren Ländern üblich ist. Der Begriff geht auf lat. sexta hora zurück, die sechste Stunde nach Sonnenaufgang. In den südlichen Ländern Europas ist dies die besonders heiße Mittagszeit, in der Arbeit und Tätigkeiten im Freien übermäßig anstrengend sind.
Für Angestellte des öffentlichen Dienstes in Spanien wurde 2005 unter Ministerpräsident Zapatero die bisher zwischen 14 und 16 Uhr gehaltene Siesta offiziell abgeschafft.[1] Die verkürzte Mittagspause zwischen 12 und 13 Uhr sollte den Arbeitszeiten im übrigen Europa angepasst werden und ein früheres Ende des Arbeitstages ermöglichen.
Mit zunehmender Globalisierung nimmt die Bedeutung der Siesta ab, da ausländische Unternehmen durchgehende Arbeitszeiten einführen; auch die Verbreitung von Klimaanlagen führte dazu, dass in modernen Büros auch über die Mittagszeit weiter gearbeitet wird.
Im September 2012 wurde die gesetzlich verankerte Siesta für spanische Angestellte abgeschafft.[2]
Weblinks [Bearbeiten]
- Why We Could All Do with a Siesta – Forschungsergebnisse der University of Manchester zeigen, dass eine Siesta nach dem Mittagessen natürlich und sinnvoll ist (Juni 2006)
- Siesta – ein Loblied auf die Pause. In: Badische Zeitung, 1. September 2012.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Spanien schafft die Siesta ab, Financial Times Deutschland, 28. Dezember 2005.
- ↑ Reaktion auf Schuldenkrise – Spanien schafft die Siesta ab, Süddeutsche Zeitung, 29. Juli 2012.

