Sikarier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sikarier („Messerstecher“, „Messerschwinger“, „Dolchträger“; von lateinisch sica = Dolch) waren eine gegen die Römer und ihre Besatzung gerichtete jüdische Gruppe im 1. Jahrhundert.[1] Ihre bevorzugte Waffe war ein Dolch, die sogenannte Sica.

Sie waren ein besonders militanter Arm der Zeloten und verübten insbesondere Dolch-Attentate, woher sich auch der Name herleitet.[2]

Nach einer Hypothese sei auch Judas Ischariot, einer der Jünger Jesu, Anhänger dieser Gruppe gewesen, woher sich sein Beiname „Ischariot“ erkläre (es gibt aber auch andere Deutungen).

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Martin Hengel: Die Zeloten. Untersuchungen zur jüdischen Freiheitsbewegung in der Zeit von Herodes I. bis 70 n. Chr. 2. Auflage. Brill, Leiden/Köln 1976, DNB 201102684, S. 47–54.
  2. Christian Düntgen: Die Zeloten. Referat vom 29. Mai 2001 im Seminar von Rainer Riesner, Die Jüdische Umwelt des NT an der Universität Dortmund (PDF; 308 kB)