Single Document Interface

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Typisches Beispiel für eine SDI-Benutzerschnittstelle ist GIMP, hier werden viele kleine Fenster verwendet
Der Browser Mozilla Firefox verwendet stattdessen Tabs (TDI)

Single Document Interface (SDI) bezeichnet eine Form der grafischen Benutzeroberfläche für Computerprogramme.

Programme mit einem Single Document Interface stellen die zu bearbeitenden Daten (Dokumente) in lediglich einem Hauptfenster dar. Wenn ein weiteres Dokument bearbeitet werden soll, so wird ein neues Hauptfenster erzeugt. Bekannte Beispiele für Programme mit Single Document Interface sind der Browser Internet Explorer bis Version 6 und der Windows Editor.

Viele grafische Benutzeroberflächen (z. B. GNOME) kennen nur Programme mit Single Document Interface. Bietet eine Benutzeroberfläche die Möglichkeit, Fenster zu verschachteln, nennt man dieses Konzept ein Multiple Document Interface (MDI). Bekanntestes Beispiel für eine Benutzeroberfläche mit MDI-Funktionen ist Microsoft Windows. Als dritten Typ gibt es auch dialoggesteuerte Programme, die nicht dokumentenzentriert aufgebaut sind und gar kein eigenes Hauptfenster (insbesondere mit Menüzeile) benötigen. Die Benutzeroberfläche wird dabei lediglich durch eingeblendete Dialogboxen (Dialog) dargestellt. Mac OS arbeitet mit einer fixen Menuzeile (am oberen Bildschirmrand und nicht im Dokumentenfenster drin) und ist daher vom Konzept her von Grund auf nur dem MDI zuzuordnen.

Der Begriff Single Document Interface geht auf das Model View Controller Entwurfsmuster zurück, das Daten und Präsentation trennt, die dargestellten Daten nennt das Entwurfsmuster Document.

Die MFC-Bibliothek ermöglicht vier verschiedene Anwendungstypen: SDI (Single Document Interface), MDI (Multiple Document Interface), MTI (Multiple Top-Level Windows Interface) und dialogbasierte Anwendungen.