Sinim

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Sinim (von Sin (hebräisch: סִין‎), bzw. Sinim (hebräisch: סִינִים‎, Einwohner von Sin)) ist ein in der Bibel genanntes fremdes Land. Für die Zuordnung des Namens zu einem Volk gibt es unterschiedliche Deutungen.

Bibelstelle[Bearbeiten]

Im Buch des Propheten Jesaja Kapitel 49 wird von der Rückkehr des Messias gesprochen. Und von überall kommen die Menschen, denn der Herr hat sein Volk getröstet. In Jesaja 49,12 heißt dies dann (Lutherübersetzung): „Siehe, diese werden von ferne kommen, und siehe, jene vom Norden und diese vom Meer und jene vom Lande Sinim.“ LUT. Vom Lande Sinim, einem fern gelegenen Land, werden demnach Leute zurückgebracht werden, wenn Gott in zukünftigen Tagen Israel segnen wird.

Einzelne Übersetzungen übersetzten diese Stelle als „Land von Sinim“, andere als „Land der Siniter“. Die Elberfelder Übersetzung schreibt „aus dem Land Sewenim“.[1] Hier werden bereits zwei Deutungen mitgeliefert, einmal Sewenim sei eine jüdische Kolonie bei Syene (Assuan) im südlichen Ägypten und dann, Sinim sei ein bisher unbekanntes Land, vielleicht China.

Deutungen für „Land von Sinim“[Bearbeiten]

China[Bearbeiten]

Wohl die häufigste Deutung für „Sinim“ ist Chinesen.[2] Das hängt auch damit zusammen, dass Sina eine Bezeichnung für China ist. Bereits im altgriechischen wird China als Sina benannt. Und heute noch ist der Begriff damit gleichbedeutend. Ein Beispiel ist eine der wichtigsten chinesischen Webseiten www.sina.com. Kritiker bezweifeln, dass es zur Zeit der Entstehung dieses Teils vom Jesaja-Buch (babylonisches Exil im 6. Jahrhundert v. Chr.) bereits den Begriff China/Sina gegeben habe, das Land war in viele kleine Regionen aufgeteilt. Der Name Sina könne mit der Qin-Dynastie (221–207 v. Chr., Qin gesprochen in etwa „Tschin“) zusammenhängen. Andererseits sollen viele Juden während oder als Folge der Gefangenschaft von Babylon nach Osten gezogen sein. Viele Juden kehrten aus Indien nach Israel zurück als dieser Staat wieder gegründet wurde. Aber die Juden könnten noch viel weiter gezogen sein.

Persien[Bearbeiten]

Die Septuaginta liest hier „Land der Perser".

Assuan[Bearbeiten]

Bei dieser Deutung wird „Sinim“ auf Syene (das heutige Assuan) an der Südgrenze von Ägypten zurückgeführt.

Australien[Bearbeiten]

Hier wird gedeutet, Sinim sei alter semitisch/phönizischer Name für Australien, das den seefahrenden Nationen bekannt gewesen sei. Die lateinische Vulgata (4. Jahrhundert) übersetzt diese Stelle mit „australi“. Das bedeutet allerdings nicht Australien sondern „südlich“.

Theologische Deutung der Chinesen[Bearbeiten]

Viele chinesische Christen wählen gerne die Deutung, dass mit „Sinim“ die Chinesen gemeint seien. Trotz der Ferne seien sie also in der Bibel schon genannt worden. Das deuten sie so, dass das chinesische Volk auch besonders auserwählt sei. Als Beleg nennen sie hier auch die große Zahl an Bekehrungen in den letzten Jahren.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.joyma.com/23jesa.htm
  2. http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=2077