Sironidae

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Sironidae
Systematik
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Weberknechte (Opiliones)
Unterordnung: Cyphophthalmi
Überfamilie: Temperophthalmi
Familie: Sironidae
Wissenschaftlicher Name
Sironidae
Simon 1879

Sironidae sind eine Familie der Weberknechte (Opiliones). In Mitteleuropa ist sie mit nur zwei Arten vertreten. Siro carpaticus, Rafalski 1956, wurde in Polen und der Slowakei nachgewiesen, und Siro duricorius (Joseph, 1868) in Österreich und Slowenien.[1] Weltweit wurden über 30 Spezies beschrieben,[2] deren Verbreitungsgebiet auf das mesozoische Laurasien hinweist[3]. Sie sind Weltweit verbreitet, mit Ausnahme Asiens, aber mit Vorkommen in der Türkei[4]. Der Namensteil Siron ist die latinisierte Form von Ciron, einem französischen Landstrich.[3]

Merkmale[Bearbeiten]

Sironiden haben einen 1 bis 2,5 mm kleinen Körper ohne Augen. Sie sind gelblich, orange, rot oder schwarz. [3] Das Scutum des Vorder- und Hinterkörpers ist verschmolzen zum Scutum completum (komplett verwachsene Tergite)[4]. Der Rücken ist furchig mit granulatartigen Flocken besetzt. Im hinteren Bereich erhebt sich ein mittlerer Hügel, die Ozophore ist seitwärts orientiert. Die Kieferklauen (Cheliceren) sind robust und mit einem Typ von Zähnen bezahnt, während das Grundglied meist glatt ist. Es besteht bis auf die Ausprägung der Analregion kein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus.[3]

Die männlichen Vertreter dieser Familie besitzen komplexe Drüsenorgane in der Haut des Tarsus des vierten Laufbeines. Aus einem System von Kanälen werden die unterschiedlichen Proteine aus den Drüsen gesammelt und das (Abwehr-) Sekret an die Oberfläche des Tarsus transportiert. Vereinzelte Ausgänge sind über die gesamte Haut (Epidermis) des Tarsus verstreut.[5]

Gattungen[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Blick, T. & C. Komposch (2004): Checkliste der Weberknechte Mittel- und Nordeuropas. Checklist of the harvestmen of Central and Northern Europe. (Arachnida: Opiliones). Version 27. Dezember 2004. – [1]
  2. Joel Hallan: Sironidae Catalog, Hosted at the Department of Entomology, Texas A&M University, last updated 2008
  3. a b c d Pinto-da-Rocha, Machado, Giribet, 2007: Harvestmen - The Biology of Opiliones. Harvard University Press ISBN 0-674-02343-9
  4. a b c Jochen Martens, 1978: Weberknechte, Opiliones. Die Tierwelt Deutschlands, Teil 64. VEB G. Fischer, Jena.
  5. Jochen Martens, 1979: Feinstruktur der Tarsal-Drüse von Siro duricovius (Joseph) (Opiliones, Sironidae). Zoomorphology 92, 77 – 93.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sarah Boyer, I. Karaman, and G. Giribet. "The Family Sironidae (Opiliones, Cyphophthalmi) in Europe: a phylogenetic approach to Eastern Mediterranean biogeography" Molecular Phylogenetics and Evolution 36.3 (2005): 554-567.