Solar Wind Composition Experiment

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Dieser Artikel behandelt den Einfang von Partikeln des Sonnenwindes mit einem Segel. Für andere Bedeutungen siehe Sonnensegel.
Aldrin beim Ausrichten des Sonnenwindsegels (Foto: Apollo 11, NASA-Bild AS11-40-5872)

Das Solar Wind Composition (SWC) Experiment war das einzige nichtamerikanische Experiment der Apollo-11-Mission. Dabei wurden Partikel des Sonnenwindes in einer exponierten Aluminiumfolie eingefangen und nach der Rückkehr vom Mond im Labor analysiert. Das Target mit einer Größe von 1,40 Meter mal 0,3 Meter ist als Sonnensegel oder Sonnenwindsegel bekannt.

Das Experiment wurde maßgeblich am Physikalischen Institut der Universität Bern, Schweiz, geplant und ausgewertet. Zu den Ergebnissen zählen die Isotopenverhältnisse der Edelgase Helium, Neon und Argon im Sonnenwind, Obergrenzen für eine Atmosphäre und ein Magnetfeld des Mondes (aus der engen Richtungsverteilung der Partikelspuren im Aluminium) sowie Hinweise auf die Beschleunigungsmechanismen (aus der Energieverteilung). Das einfache, leichtgewichtige und erfolgreiche Experiment wurde bei allen Mondmissionen, mit Ausnahme der letzten Mission Apollo 17 und der fehlgeschlagenen Apollo-13-Mission, wiederholt. Bei der letzten Durchführung bei Apollo 16 bestanden zwei Segmente des Segels aus Platinfolie, die eine intensivere Reinigung erlaubte.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]