Sponton

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Einige Spontons in der Burg Meersburg

Sponton (Esponton, französisch), eine Halbpike nach Art der Hellebarde, wurde bis zu Anfang des 19. Jahrhunderts von den Offizieren der Infanterie neben dem Degen als Paradewaffe geführt.

Für die Schlagkraft einer Truppe war es sehr wichtig, dass eine Formation exakt eingehalten wurde, dass man möglichst schnell von der Kolonnenformation in Linie übergehen konnte. Diese Bewegungen erfolgten häufig unter Beschuss und im Pulverdampf. Unter diesen Bedingungen waren die langen Spontons hilfreich. Mit dem Sponton hat man notfalls auch die Linie in Ordnung gebracht, indem man sich mit quergelegtem Sponton hinter die Soldaten stellte, wenn diese begannen nach hinten zu weichen. Deshalb stand der Spontonträger üblicherweise hinter der Schützenlinie.

Der Sponton der Unteroffiziere, auch Partisane genannt, war mit etwa 2,5 m länger und hieß mit ersterem Kurzgewehr im Gegensatz zur längeren Pike. Als Sponton und Partisane ihre Funktion als Kriegswaffe längst verloren hatten, fand man sie noch lange an Herrscherhöfen Europas als Teil der Ausstattung verschiedener Fürsten und Palastwachen.

In Preussen wurde der Sponton unter König Friedrich I. eingeführt. Seine Verwendung verschwand mit der Abschaffung aller Stangenwaffen im Jahr 1807 aus der Preußischen Armee.

Esponton wurde auch eine kurze Pike genannt, die auf Schiffen beim Entern zum Einsatz kam.[1]

Zur Zeit der Kolonialkriege in Amerika kam der "Espontoon" ebenfalls zur Signalgebung in Spielmannszügen zum Einsatz.

Siehe auch[Bearbeiten]

Partisane

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Peter Stein: Transfeldt. Wort und Brauch in Heer und Flotte. 9., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart 1986.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spontone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Esponton, Eintrag in Pierer's Universal-Lexikon, 1857 (eingesehen am 13. Aug. 2009)