Standfotograf

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Der Standfotograf (eng. stills photographer) erstellt für Film- und Fernseh-Produktionen aussagekräftige Bilder der Szenen.

Der Standfotograf arbeitet meistens im Auftrag der herstellenden Filmproduktionsgesellschaft. Seine Bilder werden zur Werbung verwendet. Er fertigt außerdem Aufnahmen von Requisiten sowie Porträts der Darsteller und sogenannte Setaufnahmen (Making-of) an.

Bei den meisten internationalen Produktionen muss der Standfotograf während des eigentlichen Drehs die Filmszene fotografieren. Um keine Kamerageräusche zu verursachen, arbeiten Standfotografen bei Filmaufnahmen während des Drehs mit einer sogenannten Blimp-Kamera. Der „Blimp“ ist ein Schallschutzgehäuse, das über den Fotoapparat montiert wird. Die Handhabung ist allerdings umständlich, da alle Einstellungen an der Kamera nur ohne „Blimp“ erledigt werden können. Der „Blimp“ schränkt also den Fotografen stark ein, aber ermöglicht Aufnahmen auch während des Drehs.

Die Verwendung des „Blimp“ bei internationalen Film-Produktionen, begründet sich in den straff organisierten Drehplan-Zeitabläufen internationaler Filmarbeiten. Es gibt praktisch keine Zeit für ein Nachstellen der Szenen. Einerseits garantieren die Standbildaufnahmen während des Drehs authentische Fotografien, andererseits kann der Fotograf keinen Einfluss auf den Inhalt seiner Aufnahmen nehmen. Dieses hat den Nachteil, dass bestimmte dramaturgische Elemente, die nur durch filmtypische Werkzeuge wie Schnitt, Ton, Kamerafahrten oder Zeitlupen erreicht werden können, dann auf dem Standbild fehlen. Deshalb werden in Deutschland noch viele Szenen nachgestellt.

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