Stator

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rotor und Stator eines Elektromotors
Prinzip eines elektrostatischen Lautsprechers
Ein Axialkompressor. Die stehenden Blätter sind die Statoren.

Als Stator (auch: Ständer, vom lateinischen stare = stillstehen) bezeichnet man den feststehenden, unbeweglichen Teil eines Gerätes, insbesondere wenn es auch einen Rotor gibt. Zum Beispiel in einem Elektromotor, Generator, Hydromotor oder einer Pumpe – im Gegensatz zum beweglichen Teil, dem Rotor (klassisch drehend) oder dem Translator beim Linearmotor.

Elektrisches Gerät[Bearbeiten]

Der Stator ist häufig zugleich das Gehäuse und besteht bei Elektromotoren und Generatoren, außer bei Gleichfeldmaschinen, bis auf seltene Ausnahmen stets aus „geblechtem Stahl“. Er dient hier als gemeinsamer Kern für die Induktionsspulen. Im Gegensatz dazu liegt beim Glockenanker-Motor und dem Ferrarisläufermotor der Stator teilweise innerhalb des hohlen Ankers. Beim Außenläufermotor befindet sich der Stator vollständig innerhalb des Rotors.

Beim elektrostatischen Lautsprecher (kurz: „ESL“) werden die feststehenden Elektrodengitter als Statoren bezeichnet. Im Gegensatz zum Magnetostaten liegt das Audiosignal hier nicht an der schallabstrahlenden Membran an, sondern wird der Gitterspannung aufmoduliert. Die Membran selbst steht unter hoher, konstanter Spannung (zwischen 1.000 und 5.000 Volt) und tritt in elektrodynamische Wechselwirkung mit den Feldern der Statoren.

Verdichter und Turbine[Bearbeiten]

Bei Fluidenergiemaschinen wie (Axial-) Verdichtern und Turbinen wird ein feststehender Leitschaufelkranz als Stator bezeichnet. Er lenkt den Luftstrom günstig auf den nächsten Laufschaufelkranz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Springer: Fachkunde Elektrotechnik. 18. Auflage. Europa-Lehrmittel Verlag, Wuppertal 1989. ISBN 3-8085-3018-9.
  • Wolfgang-Josef Tenbusch: Grundlagen der Lautsprecher. 1. Auflage, Michael E. Brieden Verlag, Oberhausen, 1989, ISBN 3-9801851-0-9.