Stephan IV. (Papst)

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Stephan IV., Phantasiedargestellung in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern

Stephan IV. (V.) († 24. Januar 817 in Rom) wurde am 22. Juni 816 als Nachfolger Leos III. zum Papst gewählt. Sein kurzes Pontifikat war gleichwohl sehr bedeutsam, weil es zu einer Annäherung des Papsttums an das erstarkte fränkische Königsgeschlecht führte. Durch ihn wurde mit Ludwig dem Frommen erstmals ein fränkischer König zum Kaiser gesalbt und mit einer vermeintlichen Konstantinskrone gekrönt, womit das fränkische Kaisertum zugleich in die antike weströmische Tradition gestellt wurde. Stephan erreichte bei Kaiser Ludwig die Garantie freier Papstwahlen. Diese wurde allerdings erst nach seinem Tode gegenüber seinem Nachfolger Paschalis I. gewährt. Mit diesem Verzicht auf ständige Einmischung in Rom wollte sich Ludwig gegen die Einflussnahme des Papstes auf die Entscheidungen über die Zukunft von Dynastie und Kaisertum absichern.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paolo Delogu: Stefano IV. In: Massimo Bray (Hrsg.): Enciclopedia dei Papi, Istituto della Enciclopedia Italiana, Band 1  (Pietro, santo. Anastasio bibliotecario, antipapa), Rom 2000, OCLC 313504669, S. 704–705 (italienisch).
  • Georg Schwaiger: Stephan IV. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 8, LexMA-Verlag, München 1997, ISBN 3-89659-908-9, Sp. 117.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stephan IV. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Leo III. Papst
816–817
Paschalis I.