Stora Karlsö

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Stora Karlsö
Stora Karlsö
Stora Karlsö
Gewässer Ostsee
Geographische Lage 57° 17′ 2″ N, 17° 58′ 25″ O57.28388888888917.973611111111Koordinaten: 57° 17′ 2″ N, 17° 58′ 25″ O
Stora Karlsö (Gotland)
Stora Karlsö
Länge 4 km
Breite 1,8 km
Fläche 2,5 km²
Einwohner (unbewohnt)
Lilla Karlsö (links), Stora Karlsö (rechts), im Hintergrund Gotland
Lilla Karlsö (links), Stora Karlsö (rechts), im Hintergrund Gotland

Stora Karlsö ist eine 2,5 km² große schwedische Insel westlich von Gotland, die man von Mai bis September täglich von Klintehamn aus per Boot erreichen kann. Die Insel ist eines der herausragenden Naturschutzgebiete Schwedens und im Besitz des Karlsö Jagt- och Djurskyddsförenings AB. Stora Karlsö ist als Natura 2000-Gebiet ausgewiesen.[1][2][3] Wanderungen auf dem ornithologisch und botanisch interessanten Eiland werden von einem kundigen Führer begleitet. Unweit liegt die Schwesterinsel Lilla Karlsö.

Stora Förvar[Bearbeiten]

Ausgrabungen 1891

Stora Förvar ist eine 25 m tiefe Grotte auf der Nordseite der Insel. Ihre etwa vier Meter starke Kulturschicht wurde im 19. Jahrhundert untersucht. Im Fundmaterial, das hauptsächlich die Zeit zwischen etwa 5000 und 1500 v. Chr. repräsentiert, ragen Knochen von Menschen und Tieren und Keramikreste heraus. Harpunenspitzen weisen auf Fisch- bzw. Robbenfang. In den oberen Schichten gab es Funde, die anzeigen, dass die Grotte auch während der Bronze- und Eisenzeit sowie im Mittelalter besucht wurde.

Lauphargi und Rösju[Bearbeiten]

Lauphargi und Rösju sind zwei der großen Rösen. Sie stammen aus der Bronzezeit, die hier zwischen 1500 und 1000 v. Chr. angesetzt wird. Bei dem etwa 4 m hohen und etwa 25 m messenden Rundhügel an der Südwestseite handelt es sich um die Sonderform des Kraterhügels, die auch in Kauparve präsent ist. Das Steinhügelgrab dürfte aus der älteren Bronzezeit (ca. 1500–1000 v. Chr.) stammen.

Auf dem höchsten Punkt der Insel liegt „Röjsu“, die durch eine Esche bedeckte noch etwas größere Röse, die bereits Carl von Linné beschrieb. In dem Steinhügelgrab, das einen Durchmesser von 28 m hat, wächst noch immer jene Esche, die Linné in seiner Gotländischen Reise erwähnte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stora Karlsö. In: EUNIS. Abgerufen am 25. Januar 2012 (englisch).
  2. Stora Karlsö Natura 2000. In: Länsstyrelsen Gotland. Abgerufen am 25. Januar 2012 (PDF; 464 kB, schwedisch).
  3. Stora Karlsö Naturreservat. In: Länsstyrelsen Gotland. Abgerufen am 31. Januar 2012 (schwedisch).

Literatur[Bearbeiten]

  • E. Nylén: Gotländische Bodendenkmäler.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stora Karlsö – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien