Stradun

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Blick auf den Stradun, im Hintergrund das östliche Stadttor (Landseite)
Geschmückte und belebte Stradun im Jahr 1970

Der Stradun (übersetzt „Große Straße“) ist die größte Hauptstraße in der Altstadt von Dubrovnik (historischer Name Ragusa) in Kroatien.

Das gegenwärtige Aussehen erhielt der Stradun (auch Placa [ˈplatsa] genannt) nach dem großen Erdbeben 1667, als Dubrovnik rasch wiederaufgebaut wurde. Der abwechslungsreiche Charakter der ehemaligen Paläste an dem alten Stradun wurde durch einen planmäßigen Aufbau von zwei Reihen gleich hoher Barockhäuser in Stein mit einheitlichen Hausfronten ersetzt. Im Erdgeschoss jedes dieser Häuser schrieb der Senat der Republik den Bau von mehreren ähnlichen Kaufläden vor, wobei die Sorge der Stadtverwaltung um die Wiederbelebung des Handels zum Ausdruck kam.

Diese Straße ist zugleich die kürzeste Verbindung zwischen dem westlichen und dem östlichen Stadttor. Sie entstand am Ende des 11. Jahrhunderts, als die seichte Meerenge, die die ehemalige kleine Insel Lave mit der darauf gebauten Siedlung von der anderen Siedlung am Festland trennte, zugeschüttet worden war. Seine Funktion erhielt der Stradun im 12. Jahrhundert, als beide Siedlungen durch eine einheitliche Stadtmauer eingemeindet wurden.

Dort finden heute alle großen Festveranstaltungen und Prozessionen statt, aber diese Straße ist zugleich die Handelsarterie des alten Stadtkerns von Dubrovnik.

Quelle[Bearbeiten]