Klinische Überwachung

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Unter Clinical Surveillance bzw. klinischer Überwachung wird die systematische und kontinuierliche Überwachung von Erkrankungen bzw. Todesfällen verstanden. Das Wort stammt aus dem Französischen und bedeutet Überwachung und kam dann über die amerikanische Sprache erneut in den deutschen Sprachgebrauch, vor allem im medizinischen Bereich.

Die Surveillance wird besonders bei Infektionskrankheiten von Epidemiologen angewandt. Ärzte am Robert-Koch-Institut beobachten zahlreiche Infektionskrankheiten.

Ein spezieller Bereich ist die Krankenhaus-Surveillance, bei der auf der Grundlage des § 23 des Infektionsschutzgesetzes bestimmte resistente Erreger in den einzelnen Kliniken erfasst, überwacht und bewertet werden sollen. Aber auch das Erfassen von Krankenhausinfektionen durch die Hygiene-Teams an den Kliniken gehört zu der Krankenhaussurveillance.

Surveillance bedeutet, dass zunächst Krankheiten erkannt und erfasst werden müssen. In einem zweiten Schritt werden die gewonnenen Daten bewertet und schließlich überlegt, welche Maßnahmen zur Eingrenzung oder Verhinderung einer Infektionskrankheit getroffen werden können. Bei Infektionskrankheiten, bei denen nicht regelmäßig von den Ärzten mikrobiologische Untersuchungen durchgeführt werden z. B. Influenza, gehört zur Surveillance sogar der Aufbau eines Untersuchungsnetzes, wie es bei der Arbeitsgemeinschaft Influenza verwirklicht ist.

Quellen[Bearbeiten]

Infektionsschutzgesetz

Weblinks[Bearbeiten]