Tape-Trading

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Tape-Trading nennt man das Austauschen von Musik auf Kassetten.

Selbstbespielte Kassette

Anfang der achtziger Jahre wurde diese Möglichkeit genutzt, um andere Interessenten sowohl auf unbekannte Musikgruppen, als auch sehr seltene Platten und Demoaufnahmen aufmerksam zu machen. Durch das Tape-Trading erreichten viele Bands große Bekanntheit. Eines der besten Beispiele sind wohl Metallica, die aufgrund der Verbreitung ihrer beiden Demokassetten „Power Metal“ (1981) und „No Life ’til Leather“ (1982) nach kurzer Zeit das Interesse diverser Plattenfirmen und Manager weckten und kurze Zeit später zu weltweitem Ruhm gelangten.

Wichtig war das Tape-Trading vor allem für Musikinteressierte, die im Ostblock lebten, da es hier oft schwer war, an Veröffentlichungen aus dem Westen heranzukommen.

Das Tape-Trading wurde in erster Linie von Fans betrieben, nicht von den betreffenden Künstlern selbst. So wurde empfehlenswertes Material an Freunde weiterkopiert, die dieses dann auch wieder an andere Interessenten weitergaben usw.

Heutzutage ist das Tape-Trading fast komplett ausgestorben. Seit dem Einzug der digitalen Medien besteht kaum noch Interesse, in mühevoller Arbeit Kassetten zu überspielen, und so greift man auf MP3-Datenträger, die Möglichkeiten die das Internet bietet, sowie auf CD-R oder MiniDisc zurück.