Tappa Gaura

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36.51277777777843.234722222222Koordinaten: 36° 30′ 46″ N, 43° 14′ 5″ O

Karte: Irak
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Tappa Gaura
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Irak

Tappa Gaura oder Tepe Gawra ist ein Ruinenhügel im Irak etwa vier Kilometer östlich von Chorsabad, der 1927 von Ephraim Avigdor Speiser gefunden und zwischen 1930 und 1937 von US-amerikanischen Archäologen freigelegt wurde. Die Fundstätte liegt in der heutigen irakischen Provinz Ninawa.

1930 bis 1932 und 1936 bis 1937 fanden Grabungen unter der Leitung von Speiser, in der Zeit dazwischen unter Charles Bache statt. Es wurden Spuren einer lückenlosen Besiedlung vom späten 6. Jahrtausend v. Chr. bis ins 14. Jahrhundert nachgewiesen. Aus dem 6. Jahrtausend stammen Reste einer engen dörflichen Besiedlung mit einfachen Lehmziegelhäusern und polychrome Keramik der nach Tell Halaf benannten Halaf-Zeit. Zu den jüngeren Funden gehören Stempelsiegel mit Tiermotiven aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. und die Fundamente von Tempeln aus assyrischer Zeit.

In der Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr. reduzierte sich die dörfliche Bebauung und nach einem Hiatus (Zeitabschnitt ohne archäologische Funde) entstanden auf dem Ruinenhügel drei Sonderbauten in Mittelsaalbauweise. Sie haben eine für spätere Tempel typische Nischen-Pfeiler-Dekoration, jedoch wurde kein Altar freigelegt, der diese Zuordnung bestätigen würde. Alle drei Gebäude liegen an einem offenen Platz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Pascal Butterlin (Hrsg.): A propos de Tepe Gawra, le monde proto-urbain de Mésopotamie - About Tepe Gawra: a proto-urban world in Mesopotamia, Brepols Publishers, 2009, ISBN 978-2-503-53002-4
  • Ephraim Avigdor Speiser: Excavations at Tepe Gawra I. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 1935, ISBN 9991553401
  • Arthur J. Tobler: Excavations at Tepe Gawra II. Joint Expedition of the Baghdad School and the University Museum to Mesopotamia. 2 Bde. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 1950
  • Ernst Heinrich: Bauwerke in der altsumerischen Bildkunst. Harrassowitz, Wiesbaden 1957, S. 48 ff.