Tapu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt ein polynesisches Kulturkonzept namens Tapu. Die rumänische Kommune Țapu findet sich hier.

Tapu (oder tabu) ist ein Konzept, das in vielen polynesischen Kulturen vorkommt, einschließlich der Kultur der Māori und auf Tonga. Es bezeichnet etwas Heiliges oder Geweihtes. Das entsprechende Wort in der hawaiischen Sprache ist kapu.[1]

In der Tradition der Māori und auf Tonga ist tapu (Māori) oder tabu (Tonga) etwas Unantastbares, Unverletzliches, Geheiligtes. Dinge oder Örtlichkeiten die tapu sind, dürfen nicht berührt oder besucht werden.

In der Welt der Māori wurde dieses Konzept oftmals von tohunga (z. B. Priestern) benutzt, um Ressourcen vor Ausbeutung zu schützen, beispielsweise einen Fischweiher. In manchen Fällen darf noch nicht einmal darüber gesprochen werden. In manchen Ortsbezeichnungen taucht das Wort tapu als Silbe auf, beispielsweise in wai-o-tapu, übersetzt heiliges Wasser.

Das deutsche Wort Tabu (englisch: Taboo) hat seinen Ursprung in diesem Wort und seiner Bedeutung, und wurde von einem Europäer erstmals von James Cook nach seinem Besuch in Tonga im Jahr 1777 benutzt, bevor es dann Anfang des 20. Jahrhunderts auch in Deutschland Einzug gehalten hat.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. kapu in Hawaiian Dictionaries, vgl. auch Kapu (englisch)
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen