Teton-Staudamm

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Der Teton-Staudamm war eine Talsperre am Teton River bei Sugar City und Rexburg in Idaho in den USA, die am 5. Juni 1976 spektakulär versagte. Der Dammbruch verursachte elf Todesopfer und einen finanziellen Schaden von bis zu einer Milliarde US-Dollar.

Der Bruch des Teton-Staudammes
Überreste des Teton-Staudamms

43.909240341667-111.53886795Koordinaten: 43° 54′ 33,3″ N, 111° 32′ 19,9″ W

Karte: USA
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Teton-Staudamm
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Vereinigte Staaten

Staudamm[Bearbeiten]

Der Staudamm befand sich im Teton Canyon ungefähr 44 Meilen (71 km) nordöstlich der Stadt Idaho Falls. Er war ein 93 m hoher Erdschüttdamm, dessen Zweck Bewässerung, Stromerzeugung, Hochwasserschutz und Freizeiterholung war. Der Damm war vom Bureau of Reclamation (Landgewinnungsamt) gebaut worden, das später hauptsächlich für den Zusammenbruch verantwortlich gemacht wurde.

Der Staudamm wurde in der östlichen Snake River Plain auf vulkanischem Boden errichtet, der ca. 1,9 Millionen Jahre alt ist. Der Untergrund ist sehr durchlässig, aber am Staudamm war vor dem Bruch keine Durchsickerung bemerkt worden.

Daten[Bearbeiten]

  • Bauart: Zonendamm
  • Bauzeit: 1972–1975
  • Höhe des Dammes: 305 feet (93 m)
  • Stauinhalt: 288.250 acre-feet (355.550.000 m³)
  • Kronenlänge: 2700 feet (823 m)

Dammbruch[Bearbeiten]

Zur Zeit des Bruches war das Becken gerade zum ersten Mal vom Schmelzwasser im Frühling gefüllt worden. Zwei Tage vor dem Bruch begann Wasser aus dem Damm zu sickern, was für einen Erddamm normalerweise nicht ungewöhnlich ist, wenn es an dafür vorgesehenen Stellen geschieht. Die Quellaustritte waren ca. 225 m unterhalb des Dammes zu sehen.

Am Morgen des 5. Juni, etwa um 9:30 Uhr, gab es ein neues Leck am rechten Widerlager 40 Meter unterhalb der Dammkrone. Mit Bulldozern versuchte man erfolglos das Leck zu stopfen. Die lokalen Radio- und Fernsehreporter erschienen, und für die Unterlieger wurde Alarm gegeben. Zwei Bulldozer wurden in der erodierenden Böschung eingeschlossen und ihre Fahrer mit Leinen in Sicherheit gezogen. Um 11:57 Uhr mittags brach der Damm. Am Abend, etwa fünf Stunden später, hatte sich das Becken vollständig geleert und ein Drittel des Dammes war weggespült.

Das Tal wurde auf 120 Kilometern Länge bis zur Mündung des Teton in den Snake River überflutet. Die Städte direkt unterhalb, wie Rexburg, wurden massiv getroffen. Die Stadt Idaho Falls weiter unterhalb hatte Zeit zur Vorbereitung. An der alten und instabilen American-Falls-Talsperre ließen die Ingenieure (angeblich) das Wasser ab, bevor die Flut kam. Diese Talsperre hielt stand, bis die Flut vorüber war. Die Aufräumarbeiten dauerten den ganzen Sommer über.

Konsequenzen[Bearbeiten]

Der Dammbruch hatte eine weitreichende Kontroverse über die Sicherheit der amerikanischen Talsperren zur Folge. Ein Programm zur Überprüfung aller Talsperren wurde danach durchgeführt. Nach Informationen des Bureau of Reclamation (USBR) werden heute alle Talsperren des USBR unter den strengen Kriterien eines Sicherheitsprogramms untersucht. Jede Anlage wird periodisch überwacht, um die Tragfähigkeit, die seismische Stabilität, innere Fehler und physikalische Verschlechterung zu begutachten.

Der Damm wurde nicht wieder aufgebaut. Die Örtlichkeit ist für die Öffentlichkeit zugänglich und kann besichtigt werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks und Quellen[Bearbeiten]