Thalamotomie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Thalamotomie ist eine Stereotaktische Hirnoperation, die die Lobotomie vollständig abgelöst hat. Durch Koagulation von Kerngebieten des Thalamus werden sonst unbeeinflussbare Schmerzen therapiert. Indikationen sind Schmerzen in den Armen, am Hals oder im Gesicht, sowie zentrale Schmerzen, die im Thalamus selbst entstehen. Phantomschmerzen nach Amputationen, die manchmal auch eine psychogene Ursache haben, sind häufig vom Rückenmark aus zu beheben, lassen sich aber in bestimmten Fällen im Thalamus beeinflussen. Bei der Unterbrechung dorsomedialer Verbindungen zum Frontalhirn handelt es sich nicht eigentlich um eine Schmerzoperation, sondern um einen psychochirurgischen Eingriff. Man bezweckt damit, dem Patienten quälende und pharmakologisch nicht beeinflussbare Schmerzzustände zu ersparen. Diese Form der Thalamotomie wird nur selten und nur als Ultima ratio durchgeführt.

Gesundheitshinweis Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!