These Days

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These Days
Studioalbum von Bon Jovi
Veröffentlichung 19. Juni 1995
Aufnahme Dezember 1994–April 1995
Label Mercury Records
Genre Hard Rock
Anzahl der Titel 12
Laufzeit 63:53

Besetzung

Produktion Peter Collins, Jon Bon Jovi, Richie Sambora
Studio Sanctuary Sound II, New Jersey (USA)
Chronologie
Cross Road - The Best of
(1994)
These Days Crush
(2000)
Singleauskopplungen
23. Mai 1995 This Ain't a Love Song
5. September 1995 Something for the Pain
3. November 1995 Lie to Me
4. März 1996 These Days
3. Juni 1996 Hey God

These Days (engl. für: „Heutzutage“) ist das sechste Studioalbum der US-amerikanischen Rockband Bon Jovi, welches 1995 veröffentlicht wurde.

Hintergrund[Bearbeiten]

Während der These-Days-Tour spielten Bon Jovi 17 Mal in Deutschland, so häufig wie noch nie, und den Rekord haben sie bis heute noch nicht gebrochen. Insgesamt spielten sie während der Tour über 120 Konzerte in über 30 verschiedenen Ländern.[1][2]

In den Jahren nach diesem Album machte die Band eine Pause. In dieser Zeit konzentrierten sich die Bandmitglieder Jon Bon Jovi, Richie Samora und David Bryan auf ihre eigene Karriere und brachten je ein Solo-Album heraus.

Musikalischer Stil[Bearbeiten]

Musikalisch unterscheidet sich das Album reichlich von den Vorherigen, denn die Musik ist dunkler, trauriger, ab und zu schon depressiv, im Gegensatz zu Slippery When Wet oder New Jersey, die viel eher gute Laune und Kraft spendeten. Auch eine Power-Ballade, wie Bed of Roses oder Always, ist in dem Sinne nicht zu finden. Selbst This Ain't a Love Song ist eher melancholisch und resignierend als kraftvoll.

Auch die Fans sind geteilter Meinung über das Album. Die Einen schätzen die lyrische Hochwertigkeit (zumindest im Vergleich zu vorangegangenen Alben) und die Wandelbarkeit der Band, die Anderen halten das Album für weinerlich, zu dunkel und damit vollkommen untypisch für Bon Jovi und sind deswegen enttäuscht.[3][4][5]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
These Days (1995)
  US 9
  UK 1
  DE 1 [6]
  AT 1
  CH 1
Singles
This Ain't a Love Song (1995)
  US 14
  UK 6 [7]
  DE 9 [8]
  AT 6 [9]
  CH 4 [10]
Something for the Pain (1995)
  UK 8
  DE 51
  AT 36
  CH 10
Lie to Me (1995)
  US 76
  UK 10
  DE 46
  AT 20
  CH 20
These Days (1996)
  UK 7
  DE 61
  CH 31
Hey God (1996)
  UK 13

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Hey God (Jon Bon Jovi, Richie Sambora) – 6:10
  2. Something for the Pain (Jon Bon Jovi, Richie Sambora, Desmond Child) – 4:47
  3. This Ain't a Love Song (Jon Bon Jovi, Richie Sambora, Desmond Child) – 5:07
  4. These Days (Jon Bon Jovi, Richie Sambora) – 6:27
  5. Lie to Me (Jon Bon Jovi, Richie Sambora) – 5:34
  6. Damned (Jon Bon Jovi, Richie Sambora) – 4:33
  7. My Guitar Lies Bleeding in My Arms (Jon Bon Jovi, Richie Sambora) – 5:41
  8. (It’s Hard) Letting You Go (Jon Bon Jovi) – 5:51
  9. Hearts Breaking Even (Jon Bon Jovi, Desmond Child) – 5:06
  10. Something to Believe In (Jon Bon Jovi) – 5:25
  11. If That’s What It Takes (Jon Bon Jovi, Richie Sambora) – 5:17
  12. Diamond Ring (Jon Bon Jovi, Richie Sambora, Desmond Child) – 3:47

Bonustracks[Bearbeiten]

  1. All I Want Is Everything (Jon Bon Jovi, Richie Sambora) – 5:16
  2. Bitter Wine (Jon Bon Jovi, Richie Sambora) – 4:33

Bonustracks der Special Edition[Bearbeiten]

Am 21. Mai 2010 erschien das Album in einer klanglich überarbeiteten Version, die außerdem folgende Liveaufnahmen beinhaltet, die während der These-Days-Tour aufgenommen wurden:

  1. This Ain't a Love Song (Jon Bon Jovi, Richie Sambora, Desmond Child) – 7:13 (Live)
  2. Diamond Ring (Jon Bon Jovi, Richie Sambora, Desmond Child) – 4:42 (Live)

Special Edition Bonus Disc[Bearbeiten]

Dies ist die wohl bekannteste Bonus Disc, veröffentlicht in einem Special Edition 2CD-Set für den europäischen Markt:

  1. Fields of Fire (Jon Bon Jovi) – 4:10 (Demo)
  2. I Thank You (Isaac Hayes, David Porter) – 3:14
  3. Mrs. Robinson (Paul Simon) – 3:21
  4. Let’s Make It Baby (Jon Bon Jovi, Richie Sambora, Desmond Child) – 6:19 (Demo)
  5. I Don’t Like Mondays (Bob Geldof) – 5:58 (Live im Wembley Stadium mit Bob Geldof)
  6. Crazy (Willie Nelson) – 3:29 (Live, Gesang: Tico Torres)
  7. Tumblin' Dice (Mick Jagger, Keith Richards) – 4:17 (Live, Gesang: David Bryan)
  8. Heaven Help Us All (Ron Miller) – 4:34 (Live, Gesang: Richie Sambora)

Informationen zu einzelnen Liedern[Bearbeiten]

Der Titel-Track These Days handelt von vielen Schwierigkeiten, die die Menschen unserer Zeit zu bewältigen haben. Während der Lost-Highway-Tour sang daher häufig Richie den Song, wegen all der Probleme die er im Jahr 2007 durchleben musste. Der Albumtitel taucht auch außerhalb des Titelliedes öfter in Zeilen einzelner Songs auf, so zum Beispiel in Hey God[11] und in My Guitar Lies Bleeding in My Arms.[12]

Von der Single This Ain't a Love Song gibt es eine spanische Version, Como Yo Nadie Te Ha Amado, die auch von mehreren Lateinamerikanischen Interpreten gesungen wurde, das erfolgreichste Cover ist von der mexikanischen Sängerin Yuridia.[13][14]

Rezeption[Bearbeiten]

Ähnlich wie die Fans waren auch die Kritiker von den düsteren Klängen von These Days eher negativ überrascht. Das Magazin Rock Hard etwa vergab lediglich die Hälfte der möglichen zehn Punkte, was Thomas Kupfer folgendermaßen rechtfertigte: „Nach dem unglaublichen Erfolg von Cross Road - weltweit zwölf Millionen, alleine in Deutschland 1,5 davon - war zu erwarten, dass Bon Jovi auch bei senem neuen Album auf ruhigere Klänge setzt. Zu gut aufgegangen ist das Konzept, die Radiostationen flächendeckend mit Balladen zu überziehen. Dass New Jersey’s Finest nach dem eher experimentell ausgefallenen Studioalbum Keep the Faith diesen Gedanken aber auf so drastische Art und Weise in die Tat umsetzen, überrascht. Zyniker werden These Days als gelungene EP mit einer Unmenge überflüssiger Bonus-Tracks bezeichnen - eine Klassifizierung, die man auch nach mehrmaligem Hören der Scheibe stehen lassen kann. So richtig fest setzten sich in den Gehörgängen lediglich der fulminante Opener Hey God, der von der eben absolvierten Stadiontour bekannt sein dürfte, das an Def Leppards Let’s Get Rocked erinnernde Something for the Pain und die etwas kitschige Singleauskopplung This Ain't a Love Song. Nach weiteren Durchläufen gehen auch das in bester Springsteen-Manier stehende Titelstück und das getragene My Guitar Lies Bleeding In My Arms als "gut" durch, aber dann? Belanglose Säuselsongs machen den Rest des Albums aus und präsentieren den Mann, dessen Name stets synonym für exzellente Melodoc Rock-Scheiben stand, in erschreckend schwacher Form. Wenn da der unglaubliche Erfolg mal nicht mit zunehmendem Ideenverlust und mangelnder Kreativität einhergeht.“

Das Album war in Europa weitaus erfolgreicher als im Heimatland der Band, den USA; dort erreichte das Album lediglich Platz 9 der Billboard 200[15] und es charteten nur zwei Singles.

In den USA erreichte das Album Platin,[16] Doppel-Platin in Kanada,[17] und Gold in Deutschland.[18]

Insgesamt verkaufte sich die Platte weltweit über 10 Millionen mal.

Weitere Informationen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Infos zur These Days Tor (türkisch, aber die Liste ist englisch)
  2. Liste der Konzerte der These Days Tour (+zusätzliche Konzerte) (niederländisch)
  3. These Days Kritik
  4. These Days Review (englisch)
  5. These Days Erfahrungsbericht
  6. Bon Jovi Album-Chart-Platzierung in Deutschland
  7. Bon Jovi UK Chart-Platzierungen
  8. Bon Jovi Single-Chart-Platzierungen in Deutschland
  9. Bon Jovi Chart-Platzierungen in Österreich
  10. Bon Jovi Chart-Platzierung in der Schweiz
  11. Bon Jovi-Songtext zu Hey God
  12. Bon Jovi-Songtext zu My Guitar Lies Bleeding in My Arms
  13. Liste von Interpreten die Como Yo Nadie Te Ha Amado gesungen haben
  14. Chart-Platzierungen von Yuridia in den USA
  15. Bon Jovi USA Chart-Platzierungen
  16. Gold- und Platin-Auszeichnungen in den USA
  17. Gold-, Platin- und Diamant-Auszeichnungen in Kanada
  18. Gold- und Platin-Auszeichnungen in Deutschland