TomTom
| TomTom N.V. | |
|---|---|
| Rechtsform | naamloze vennootschap |
| ISIN | NL0000387058 |
| Gründung | 1991 |
| Sitz | Amsterdam, Niederlande |
| Leitung | Harold Goddijn (CEO) |
| Mitarbeiter | 3.487 (2010) [1] |
| Umsatz | 1,52 Mrd. Euro (2010) [2] |
| Branche | Navigationssysteme, Datendienste |
| Produkte | Auto-Navigation, Motorrad-Navigation, PDA / Mobiltelefon-Navigation, Geodaten |
| Website | corporate.tomtom.com |
TomTom N.V. ist ein niederländischer Hersteller von Navigationssystemen und ein Anbieter von Geodaten.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die 1991 von Peter-Frans Pauwels und Pieter Geelen in Amsterdam unter dem Namen Palmtop gegründete Firma hat seit ihrem Bestehen verschiedene Anwendungen für PDAs entwickelt. 1994 wurde die Geschäftsleitung durch Corinne Vigreux verstärkt, die zuvor beim PDA-Hersteller Psion gearbeitet hatte. 2001 folgte noch Harold Goddijn, zuvor CEO von Psion, und die Firma wurde in TomTom umbenannt. Mit TomTom Navigator fertigte man 2001 das erste mobile Navigationssystem für Kraftfahrzeuge. Heute zählt TomTom zu den weltweit maßgebenden Entwicklern von Navigationssystemen und ist in diesem Bereich Marktführer in Europa. TomTom bedient dazu ebenfalls den nord- und mittelamerikanischen Markt, so dass die Firma ihre Produkte in insgesamt 30 Ländern vermarktet und hierfür über 20 verschiedene Sprachversionen bereithält.
CEO ist Harold Goddijn. TomTom ist seit Sommer 2005 an der Euronext-Börse in Amsterdam notiert. Niederlassungen bestehen in Amsterdam, London, Frankfurt/Main, Mailand, Massachusetts und Taiwan. Das Unternehmen hat seit September 2005 die Aktienmehrheit bei der Leipziger datafactory AG – heute TomTom Business Solutions, die Komponenten für die Flottenkommunikation entwickelt hatte. Im Januar 2006 wurde das schottische Unternehmen Applied Generics übernommen, das ein Verfahren entwickelt hat, das aus Mobilfunksignalen die Verkehrsdichte ermitteln kann. Seit Anfang 2007 gibt es TomTom Berlin. Hier versucht man, die Verkehrslage anhand von FCD zu erfassen. Dadurch soll eine verkehrslagenabhängige Navigation ermöglicht werden. Am 16. November 2007 gab TomTom die Übernahme von Tele Atlas für 2,9 Milliarden Euro bekannt.
[Bearbeiten] Aktionärsstruktur
Aktionäre mit Anteilen über 5 % (Stand Ende 2010[3]):
- Harold Goddijn: 11.8%
- Corinne Goddijn-Vigreux: 11.8%
- Pieter Geelen / Stichting Beheer Moerbei: 11.8%
- Peter-Frans Pauwels / Stichting Beheer Pillar Arc: 11.8%
- Flevo Deelnemingen IV BV (Cyrte/Janivo): 8.4%
[Bearbeiten] Produkte
TomTom verkauft drei Gruppen von Waren:
- Mobile Navigationsgeräte (u. a. TomTom GO-Reihe seit 2004, TomTom Rider, TomTom ONE seit 2006, TomTom XL, TomTom Rider/Rider II sind speziell für den Motorradeinsatz konzipiert (wasserdicht, kein Lautsprecher, dafür Anbindung über Bluetooth zu Headset Rider1 und Scala Rider Rider2),
- Navigationsgeräte für Festeinbau, diese werden an die Automobilindustrie geliefert, und
- Navigationssoftware zur Installation auf Geräten, die kein Navigationsgerät sind, PDAs und Smartphones. Die Software wird, im Gegensatz zu den linuxbasierten Geräten, als Windows Mobile-Version namens TomTom NAVIGATOR verkauft.[4]
Die TomTom-Produkte sind modular aufgebaut und decken Aufgaben ab, die von der Orientierungshilfe für einzelne Fahrer bis hin zur Verwaltung und Steuerung großer Fuhrparkflotten reichen. TomTom Business Solutions bietet telematische Dienste für das Flottenmanagement und zielt auf den Geschäftskundenbereich.
Als Betriebssystem läuft auf den TomTom-Navigationsgeräten Linux[5] Bei vielen Einschränkungen des Funktionsumfangs der billigeren Geräte handelt es sich um Software-Restriktionen, so dass es Möglichkeiten geben kann, Geräte im unteren Preissegment (wie ONE XL oder GO 510) durch rein softwaremäßige Änderungen in Geräte mit Funktionsmerkmalen ähnlich einem Top-Modell wie GO 940 zu verbessern.
[Bearbeiten] iPhone
Am 8. Juni 2009 kündigte TomTom auf der WWDC die Veröffentlichung einer iPhone-Version seiner Software an. Dazu wird im iPhone mindestens OS 3.0 benötigt. Die Software und das Kartenmaterial wird über den AppStore vertrieben, Anfang Dezember 2009 in der Version 1.2, unterteilt in verschiedene Apps mit unterschiedlichem Kartenumfang bzw. -gebiet. Ein spezielles Carkit mit Ladeschale, Lautsprecher und eigenem GPS-Modul zur Saugmontage an der Windschutzscheibe ist separat erhältlich, welches auch eine Navigation mit dem ursprünglichen iPhone und dem iPod Touch, die keine eingebauten GPS-Empfänger enthalten, ermöglicht und den Empfang bei späteren Generationen des iPhones gegenüber dem eingebauten GPS-Empfänger verbessern soll.[6]
[Bearbeiten] Datenschutz
Im April 2011 wurde bekannt, dass von TomTom in den Niederlanden Geschwindigkeitsdaten der Nutzer unter anderem an die niederländische Polizei verkauft wurden. Diese Daten wurden im Rahmen der PC-Synchronisation des Navigationsgerätes an TomTom übertragen und anonymisiert weitervertrieben. Die Polizei der Niederlande soll mit den Daten geplant haben, an entsprechenden Punkten Radarfallen zu installieren. TomTom sagte inzwischen zu, diese Art der Datennutzung künftig zu verhindern[7].
[Bearbeiten] Kunden
Zu den Kunden von TomToms Geodaten gehören unter anderem:
Der größte Konkurrent von TomTom ist das amerikanische Unternehmen Navteq, das von Nokia aufgekauft wurde, sowie das freie Projekt OpenStreetMap.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ TomTom Annual Key Figures Overview 2010
- ↑ TomTom Annual Key Figures Overview 2010
- ↑ Annual Report 2010 / Shareholder Information
- ↑ [1]
- ↑ Beschreibung des Innenlebens eines TomToms
- ↑ Offizielle Herstellerinformationen von tomtom
- ↑ http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,759464,00.html
[Bearbeiten] Weblinks
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