UR (Stephen King)

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UR ist eine Novelle von Stephen King, welche dieser exklusiv für das elektronische Lesegerät Amazon Kindle verfasste. Am 12. Februar 2009 wurde sie auf der dortigen Seite zum Herunterladen freigegeben.

Zum Inhalt[Bearbeiten]

Englisch-Professor Wesley Smith kauft sich ein solches Gerät, um sich mit der neuen Technologie vertraut zu machen und seiner Ex-Freundin zu trotzen, die ihn für zu altmodisch hält. Doch Wesleys Kindle ist von Anfang an anders: Es ist pink – dabei gibt es das Gerät offiziellen Angaben zufolge nur in weiß. Zudem hat es eine seltsame Funktion, genannt "UR Funktion".
Schnell findet Wesley Unglaubliches heraus: Sein Kindle kann sich in parallele Welten einloggen und dort Werke aufspüren, die hier, in unserer Welt, nie verfasst wurden. So etwa stolpert er über einen Hemingway-Roman, der in einem Universum verfasst wurde, in dem der Schriftsteller länger lebte als in unserem.
Nach der anfänglichen Begeisterung weicht Wesleys Faszination jedoch tiefer Bestürzung, als ihm klar wird, dass sein Kindle noch mehr kann: Es verfügt über Zeitungsartikel aus der Zukunft – und plötzlich findet sich Wesley auf einer Mission, um das Leben seiner Ex-Freundin zu retten ... [1]

Wissenswertes[Bearbeiten]

  • Bereits mit seiner vorerst nur im Internet veröffentlichten Kurzgeschichte Achterbahn (verfilmt als Riding the Bullet) wagte King sich an Veröffentlichungen per E-Book.
  • Die Novelle soll eventuell später auch als Druckwerk veröffentlicht werden.
  • Knapp 3 Wochen nach der Veröffentlichung erreichte die Anzahl der Downloads den fünfstelligen Bereich. Amazon lehnt es ab, genaue Informationszahlen zum Kindle oder zu einzelnen E-Books zu veröffentlichen.[2]

Verknüpfung zu anderen Werken Kings[Bearbeiten]

  • Die Hauptfigur begibt sich auf eine Reise, auf der sie die "Niederen Männer" aus Kings Roman Atlantis trifft.
  • Durch die Betrachtung paralleler Welten finden sich weitere deutliche Bezüge zum Dunkler-Turm-Zyklus; der Dunkle Turm selbst wird ausdrücklich genannt.
  • Ein ähnliches Motiv hatte King bereits in der Kurzgeschichte „Textcomputer der Götter“ verarbeitet.

Weblinks[Bearbeiten]

  1. Ausführliche Inhaltsangabe im KingWiki
  2. News auf liljas-library