Unendlichkeitsmaschine

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Die Unendlichkeitsmaschine ist eine Getriebekonstruktion und wurde bereits von Leonardo da Vinci[1] skizziert. Die Maschine veranschaulicht durch mehrfache Getriebeuntersetzung die fortschreitende Bewegungslosigkeit der beteiligten Zahnräder und symbolisiert deshalb die Ewigkeit.

Realisierung[Bearbeiten]

Unendlichkeitsmaschinen stehen in vielen Technikmuseen. Die Realisierung kann, dem Original entsprechend, mit Zahnrädern oder Schneckentrieben erfolgen. Allen Unendlichkeitsmaschinen gemeinsam ist das sehr hohe Übersetzungsverhältnis.

Beispiel[Bearbeiten]

Die Unendlichkeitsmaschine wurde im Technikmuseum Dynamikum in Pirmasens realisiert und besitzt dort ein 16-stufiges Untersetzungsgetriebe, das aus der wiederholten Hintereinanderschaltung von jeweils gleichen Getriebesätzen besteht. Der Getriebeeingang wird motorisch mit einer für den Beobachter gut erfassbaren konstanten Winkelgeschwindigkeit angetrieben. Der Getriebeausgang ist einbetoniert.

Als Paradoxon wird dabei der Umstand aufgefasst, dass der Getriebeeingang ohne Unterlass angetrieben wird, während der einbetonierte Getriebeausgang offensichtlich still steht. Dieser scheinbare Widerspruch lässt sich damit erklären, dass die „verloren gegangene Bewegung“ durch Spiel und elastische Verspannung des Getriebes aufgefangen wird. Bei dem im Dynamikum laufenden Exemplar dreht sich der Ausgang einer Stufe mit einem Siebtel der Geschwindigkeit des Eingangs. Durch die Hintereinanderschaltung von 16 Stufen potenziert sich die Untersetzung zu 716 = 33.232.930.569.601. Dreht sich das erste Zahnrad des Getriebeeingangs einmal pro Sekunde, müsste der Museumsbesucher etwa eine Million Jahre auf eine Umdrehung des letzten Zahnrades am Getriebeausgang warten, wenn dieses nicht einbetoniert wäre.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ausstellung "Leonardo in Heidenheim"