Unguentum

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Unguentarium in Form eines Gladiatorenhelms (Römisch-Germanisches Museum, Köln).

Unguentum ist die lateinische Bezeichnung für eine Salbe, ein Salböl oder ein Balsam.

Herstellung[Bearbeiten]

Aus der Antike sind zahlreiche Rezepturen für die Herstellung von Salben überliefert. Grundlage ist häufig Olivenöl, aber auch andere Öle wie das der Behennuss oder Mandelöl fanden Verwendung. Zu diesen konnten sowohl Duftstoffe wie auch Mittel zur Konservierung und Färbemittel hinzugefügt werden.

Verwendung[Bearbeiten]

Die Verwendungsmöglichkeiten für Salböle sind vielschichtig, sie konnten sowohl zu kosmetischen Zwecken bei der Körperpflege wie auch als Heilmittel bei Krankheiten gebraucht werden. Doch auch zu anderen Gelegenheiten wurden Salben gereicht, so beschreibt Petron in der satirischen Darstellung des Gastmahl des Trimalchio (Satyricon 60), wie bei einer Mahlzeit Flaschen mit wohlriechenden Essenzen von der Decke herunter gelassen werden.

Funde[Bearbeiten]

In archäologischen Fundzusammenhängen sind fast immer nur die Salbbehälter, etwa Unguentarien oder Aryballoi erhalten. Reste des Inhaltes sind verhältnismäßig selten, sie haben sich optisch und chemisch stark verändert. Analysen solcher Inhaltsreste zeigen mehrfach Übereinstimmungen mit Pflanzenöl.

Literatur[Bearbeiten]

  • Emmerich Paszthory: Salben, Schminken und Parfüme im Altertum. Mainz 1992.
  • I. Bardiès-Fronty u. a. (Hrsg.): Le Bain et le Miroir. Ausstellungskatalog Cluny 2009. ISBN 978-2-07-012454-1