1. FC Union Solingen
| 1. FC Union Solingen | |||
| Voller Name | 1. Fußballclub Union Solingen 1990 e.V. |
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| Ort | Solingen-Ohligs, Nordrhein-Westfalen | ||
| Gegründet | 3. September 1949 | ||
| Vereinsfarben | Blau-Gelb | ||
| Stadion | Stadion am Hermann-Löns-Weg | ||
| Plätze | 16.000 | ||
| Homepage | www.unionsolingen.de | ||
| Liga | Bezirksliga Niederrhein | ||
| 2010/11 | nicht am Spielbetrieb teilgenommen | ||
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Der 1. FC Union Solingen ist ein Fußballverein mit rund 600 Mitgliedern aus dem Solinger Stadtteil Ohligs.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Der heutige Verein 1. FC Union Solingen wurde am 21. Mai 1990 neu gegründet und versteht sich als Nachfolgeverein des langjährigen Zweitligisten SG Union Solingen, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1897 zurückreichen. Der ursprüngliche Verein entstand aus Zusammenschlüssen verschiedener Vereine wie dem Ohligs FC 06, VfR Ohligs, Walder Ballspielverein und BV Adler Ohligs.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein zunächst 1949 als SC Union Ohligs wiedergegründet, und man spielte in der 2. Oberliga West. Nach dem Zusammenschluss mit dem VfL Wald zur SG Union Solingen im Jahr 1973 begann die erfolgreichste Zeit im Solinger Fußball. 1975 gelang als Meister der Amateurliga Nordrhein der Aufstieg in die Zweite Bundesliga, in der man sich 14 Jahre halten konnte. Zu einem großen Meilenstein der Vereinsgeschichte zählt das Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 16. Februar 1985. Im Viertelfinale unterlagen die Solinger dem Bundesligisten vor rund 15.000 Zuschauern mit 1:2 (0:1). Nach dem Abstieg im Jahr 1989 führten finanzielle Schwierigkeiten zum Konkurs, woraufhin der neue Verein 1. FC Union Solingen gegründet wurde.
Nachdem der sportliche Niedergang bis hinab in die Landesliga Ende der 1990er Jahre gestoppt wurde, gelang 2002 zumindest die Rückkehr in die viertklassige Oberliga Nordrhein. Als Tabellenvorletzter stieg die Union 2007 erneut in die Verbandsliga Niederrhein ab.
Nach 1990 und 1999 beantragte der Vorstand der Union am 22. Februar 2007 zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Anfang Mai konnte der Antrag zurückgezogen und die Eröffnung des Insolvenzverfahrens abgewendet werden.
Im März 2009 wurde der ehemalige deutsche Nationalspieler Thomas Brdarić für das Amt des sportlichen Leiters verpflichtet. Nachdem es in der Folgezeit zwischen dem Trainer Frank Zilles und dem Vorstand von Union Solingen sowie der sportlichen Leitung immer wieder zu Konflikten kam, reagierte der Union-Vorstand am 12. Mai 2009 und beurlaubten Frank Zilles und sein Team mit sofortiger Wirkung. Bereits am selben Abend übernahm der sportliche Leiter und Ex-Nationalspieler Thomas Brdarić als Interimstrainer das Mannschaftstraining der Union. Zeitgleich wurde der ehemalige Trainer der Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegovina, Enver Ališić als einer der Co-Trainer installiert.
Aufgrund unüberbrückbarer Differenzen im Vorstand und mit Enver Ališić stellte der seit 2002 im Vorstand von Union Solingen arbeitende Geschäftsführer und Vereinsmanager Christian Deutzmann sein Amt zur Verfügung und verließ die Vereinsführung zum 30. Juni 2009 auf eigenen Wunsch. Nur wenige Tage später verließ auch Enver Ališić den Verein.
Am 17. August 2009 trennte sich der Verein auch von Thomas Brdarić aufgrund der weiteren beruflichen Verpflichtungen des ehemaligen Nationalspielers.
In der Saison 2009/10 stieg der ehemalige Zweitligist als Tabellenletzter der Niederrheinliga in die siebtklassige Landesliga ab. Am 29. Juni 2010 wurde erneut ein Antrag auf ein Insolvenzverfahren eingeleitet und die Mannschaft für die Landesliga zurückgezogen. Der Restvorstand des Vereins trat im Anschluss daran zurück. Zwischenzeitlich war ein Übertritt von Teilen der ersten Mannschaft zum Bezirksligisten BSC Aufderhöhe und eine Umbenennung dieses Vereins in „BSC Union 2010 Solingen“ im Gespräch. [1]
Während die Jugendabteilung nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestehen blieb, hat am 7. Dezember 2010 eine Gruppe aus den Reihen ehemaliger Funktionäre, Sponsoren und Vorständen von Union Solingen einen neuen Verein mit dem Namen OFC Solingen gegründet. [2] Dieser begann seine erste Saison 2011 / 2012 in der Kreisliga C der Gruppe 1 im Kreis Solingen.
Nach einem Jahr Abstinenz im Herrenfußball hat die Seniorenabteilung von Union Solingen den Spielbetrieb in der Bezirksliga Gruppe 2 des Bezirks Niederrhein wieder aufgenommen, in die sie durch die Nichtnominierung einer Mannschaft zum Saisonbeginn 2010 / 2011 den Weg als erster Absteiger antreten musste. Hier beschließt sie das Sportjahr 2011 mit dem 16. Tabellenrang.
[Bearbeiten] Erfolge
- Meister Amateurliga Niederrhein: 1973 (als SC Union Ohligs), 1975 (als SG Union Solingen)
- Meister Verbandsliga Niederrhein: 1994, 2002
- Meister Landesliga Niederrhein: 1969 (als SC Union Ohligs), 2000
[Bearbeiten] Bekannte Spieler
[Bearbeiten] Bekannte Trainer
[Bearbeiten] Stadion
Union Solingen trug bis zum Saisonende 2009 / 2010 seine Heimspiele im 1929 erbauten Stadion am Hermann-Löns-Weg aus. Das in den Jahren 1950 und 1985 renovierte reine Fußballstadion bietet Platz für etwa 16.000 Zuschauer. Im Juni 2006 wurde die Kapazität des Stadions auf 5.000 Zuschauer begrenzt, da eine städtische Begehung erhebliche Verstöße gegen die Versammlungsstättenverordnung zutage brachte. Im Jahr 2009 wurde die 1985 erbaute Flutlichtanlage des Stadions "Am Hermann-Löns-Weg" stillgelegt und durfte fortan nicht mehr im Spielbetrieb eingesetzt werden, da ein nötiges Notstromaggregat aus Kostengründen nicht von der Stadt Solingen erneuert wurde. Weitere Renovierungsmaßnahmen im Stadion, die im Jahr 2009 hätten ausgeführt werden sollen, wurden von der Stadt Solingen ebenfalls aus Kostengründen gestrichen. Im Zuge von Sparmaßnahmen der Stadt Solingen ist der Abriss des Stadions und die Vermarktung des Geländes beschlossene Sache. Um daher als ein im Bezirk Ohligs verwurzelter Verein einem Umzug in einen anderen Stadtteil entgegen zu wirken, empfängt die Union ihre Gäste ab der Saison 2011 /2012 an der unweit gelegenen Sportanlage am Brabant an der Teichstrasse nahe der Stadtgrenze zu Hilden.