Usability-Labor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen wichtige Informationen.

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Ein Usability-Labor ist eine Einrichtung, die über die Ausstattung zur Durchführung von Usability-Tests verfügt. In solchen Laboren wird die Usability (engl. für Gebrauchstauglichkeit) von Produkten überprüft, indem man Testpersonen Produkte gibt und sie Aufgaben mit den Produkten lösen lässt. Die getesteten Produkte können zum Beispiel alltägliche Gebrauchsgegenstände oder Medienangebote sein. Statt anhand des fertigen Produktes werden solche Tests häufig mit einem Prototyp durchgeführt, um die gewonnenen Erfahrungen noch in die weitere Entwicklung einfließen lassen zu können.

Aufbau[Bearbeiten]

Solche Einrichtungen bestehen meist aus mehreren Räumen, zumindest aber aus einem Testraum, in dem sich die Testperson befindet, und aus einem Beobachtungsraum, in dem das Geschehen mitverfolgt werden kann.

Zwischen Beobachtungs- und Testraum sind oft Einwegspiegel angebracht, die es dem Beobachter ermöglichen, vom Beobachtungsraum aus unbemerkt einen Test zu verfolgen ohne die Testperson abzulenken. Alternativ dazu kann der Testraum über Kameras erfasst und das Geschehen in den Beobachtungsraum übertragen werden. Dazu werden verschiedene Kameras, Mikrofone und Aufzeichnungsgeräte benötigt, um beispielsweise die Blickbewegung der Testperson zu erfassen.

Usability-Labore unterscheiden sich nach ihrem Anwendungsrahmen und dem Nutzungskontext. So existieren spezielle Labore die eine Büroumgebung, ein Wohnzimmer, ein Fahrzeug oder einen Operationssaal simulieren.

Siehe auch: Der Experimental-OP am Universitätsklinikum Tübingen - ein spezielles Usability Labor für Medizintechnik

Artefakte von Labortests[Bearbeiten]

Bei der Auswertung von Labortests ist zu beachten, dass verschiedene Faktoren das Ergebnis gegenüber dem untersuchten realen Einsatz verändernd beeinflussen. Typische Beispiele sind:

  • dass Nutzer in Labortests nicht von Telefonanrufen, Familie und Kollegen unterbrochen werden
  • dass den Nutzern optimale PCs, aktuelle Installationen und genormte Büroeinrichtungen zur Verfügung stehen
  • Nutzer sich bereits mit ihrer Bereitschaft, für einen solchen Test Freizeit zu opfern deutlich von der Masse unterscheiden

und andere sogenannte Artefakte dieser Untersuchungsmethode (nach Jakob Nielsen [1]).

Um dies zu vermeiden, wird insbesondere bei eng gefassten Nutzergruppen oder besonderen Nutzungskontexten (z.B. industrielle Fertigungsanlagen) auf „On-Site-Visits“ bzw. Vor-Ort-Tests zurückgegriffen.

Vorteile[Bearbeiten]

Labortests sind insbesondere aber bei sehr großen Stichproben, bei Bedarf an exakter Videoaufzeichnung oder der Erhebung quantitativer Daten auch weiterhin gebräuchlich.

Im Labor können Aufzeichnungssoftware und -hardware installiert sein (siehe Aufbau), die man vor Ort in der Regel nicht aufbauen kann.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Usability Engineering (ISBN 0125184069)