Van Cittert deconvolution
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Die Van Cittert deconvolution ist ein Verfahren, um die Faltung eines Bildes g mit einer Filtermaske (PSF) h rückgängig zu machen (Dekonvolution/inverse Filterung). Sie kann damit zur Verbesserung der Bildqualität benutzt werden, wenn das Bild z.B. durch ein unscharfes Objektiv oä. "verwaschen" wurde. Das Bild g stellt das ideale Bild dar, das man gerne als Ergebnis des Verfahrens erhalten möchte. Das verwaschene Bild f, das den Ausgangspunkt des Verfahrens darstellt ist:
Dabei bedeutet
den Filteroperator, der durch Faltung mit h dargestellt wird. Man möchte gerne folgenden Ausdruck berechnen:
Die Van Cittert Deconvolution besteht aus folgender iterativer Formel:
Dabei ist
ein Operator, dessen Punktantwort I einem Delta-Puls entspricht (überall 0, nur in der Mitte 1). Die Stärke der Rückfaltung hängt von der Anzahl der Iterationsschritte k ab. Je mehr Iterationsschritte durchgeführt werden, desto stärker ist die Rückfaltung (Schärfung). Dafür wird das Bildrauschen bei zu großer Anzahl an Iterationen verstärkt und das Bild wird wieder undeutlich.
[Bearbeiten] Beispiel
Die folgenden Bilder zeigen die Anwendung der Van Cittert Iteration auf ein weichgezeichnetes Bild (3x3-Gauß-Filter): ![]()
[Bearbeiten] Herleitung
Im Fourierraum wird die Faltung zu einer punktweise Multiplikation, sodass gilt:
Dies lässt sich leicht berechnen, wenn die Transferfunktion
keine Nullstellen enthält, da sonst eine Division durch 0 nötig wäre. Um dieses Problem zu umgehen führt man
ein. Damit gilt dann:
Im letzten Schritt wurde eine Taylor-Entwicklung durchgeführt. Im Ortsraum ergibt dieser Ausdruck:
mit
.
Unter Ausnutzung des Horner-Schemas für dieses Polynom erhält man obige Iterationsvorschrift:
- g0 = f

[Bearbeiten] Literatur
- Bernd Jähne: Digitale Bildverarbeitung. Springer Verlag, Mai 2005 6.Auflage ISBN 3540249990






