Vihara

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Vihara, Höhle 1 der Ajanta-Höhlentempel, Ajanta, Indien
Rekonstruierter Viharn der Sukhothai-Zeit, Mueang Boran („Ancient City“) nahe Bangkok, Thailand

Vihāra ist die Pali- und Sanskrit-Bezeichnung für ein buddhistisches Klostergebäude, in der ursprünglichen Wortbedeutung für einen Wohnsitz oder eine Zuflucht; eine solche „Zuflucht“ suchten Wandermönche während der Regenzeit. Der indische Vihara wurde zum Grundmodell buddhistischer Klostergebäude in zahlreichen Kulturen Asiens – ein Beispiel ist der Viharn in Thailand.

Siehe auch: Brahmavihara

Der Vihara in Indien[Bearbeiten]

In der buddhistischen indischen Baukunst entwickelten sich zwei typische Gebäudeformen: die Chaitya-Halle (eine Gebetshalle, in deren Apsis sich ein kleiner Stupa erhebt) und der Vihara (eine zentrale Höhle, ein zentraler Hof oder eine zentrale Halle, meist rechteckig, mit umliegenden einfachen Mönchszellen). Später bezeichnete der Begriff Vihara die gesamte Klosteranlage.

Der Wihan in Thailand[Bearbeiten]

Der thailändische Begriff Wihan (auch: Viharn, Thai: วิหาร) hat eine engere Bedeutung: gemeint ist ein spezifisches Gebäude innerhalb einer buddhistischen Tempelanlage, eines Wat, nämlich die gemeinsame Versammlungshalle der Ordensmitglieder und Laien. Der Viharn ist wie ein Bot geschmückt (unter anderem auch mit Buddha-Statuen), meist jedoch nicht so reichhaltig. Hier werden Sutta rezitiert und vorgeschriebene Zeremonien abgehalten, an denen Laien teilnehmen dürfen.

Architektonisch unterscheiden sich Viharn und Bot nur durch acht Grenzsteine (Bai Sema), die den Bot als geweihten Bereich kennzeichnen.

Literatur

In eigenem Kapitel als Vihan beschrieben in: Döhring, Karl; Lohner, Henry; Buddhistische Tempelanlagen in Thailand; Norderstedt 2014; ISBN 978-3-7357-3903-2; 568 S.