Vorrang der Verfassung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter dem Vorrang der Verfassung versteht man die Bestimmung, dass der Verfassung gegenüber den einfachen Gesetzen ein höherer Rang zukommt, diese also nicht gegen jene verstoßen dürfen.

Für Deutschland ergibt sich dieses Prinzip aus Art. 20 Abs. 3 Grundgesetz, wonach auch der Gesetzgeber an die „verfassungsmäßige Ordnung“, also an das Grundgesetz, gebunden ist. Sowohl der Inhalt der Gesetze (materielle Verfassungsmäßigkeit) als auch die Entstehung dieser Gesetze (formelle Verfassungsmäßigkeit) müssen mit dem Grundgesetz übereinstimmen. Gesetze, die nicht grundgesetzkonform, also verfassungswidrig sind, sind damit nichtig. Dies kann nur vom Bundesverfassungsgericht festgestellt und ausgesprochen werden (vgl. Art. 100 GG).

Die Vorschrift des Art. 20 Abs. 3 GG gilt als einer der "Grundsätze [...] des Rechtsstaates im Sinne dieses Grundgesetzes", auf die Art. 28 Abs. 1 S. 1 GG Bezug nimmt.

[Bearbeiten] Siehe auch

Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge