Wasser- und Schifffahrtsamt

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Betriebshof des WSA Tönning an der Eider
Antennenturm des WSA Wilhelmshaven
Betriebshof des WSA Cuxhaven
Amphibienfahrzeug Amphi-Ranger 2800SR des WSA Saarbrücken
Mehrzweckschiff Arkona des WSA Stralsund

Die Wasser- und Schifffahrtsämter (WSA) in Deutschland sind Teil der Organisationsstruktur der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Es gibt derzeit in Deutschland 39 Wasser- und Schifffahrtsämter mit insgesamt 143 Außenbezirken (Stand: März 2005).

Einordnung in die Organisationsstruktur[Bearbeiten]

Die Wasser- und Schifffahrtsämter sind Ortsbehörden und bilden die Unterinstanz. Sie sind seit dem 1. Mai 2013 der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt nachgeordnet, die ihrerseits dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) untersteht.

Aufgabenbereiche[Bearbeiten]

Wasserstraßenbereich[Bearbeiten]

Im Infrastrukturbereich nehmen die Wasser- und Schifffahrtsämter folgende Hoheitsaufgaben für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes wahr:

Binnenschifffahrt[Bearbeiten]

Nach dem Gesetz über die Aufgaben des Bundes auf dem Gebiet der Binnenschifffahrt nehmen die Wasser- und Schifffahrtsämter folgende Hoheitsaufgaben für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes wahr:

  • Förderung der Binnenflotte und des Binnenschiffsverkehr
  • Abwehr von Gefahren für die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs sowie die Verhütung von der Schifffahrt ausgehender Gefahren (Schifffahrtspolizei) und schädlicher Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes
  • Erteilung der Erlaubnis zur Fahrt auf den Bundeswasserstraßen für Wasserfahrzeuge

Seeschifffahrt[Bearbeiten]

Nach dem Gesetz über die Aufgaben des Bundes auf dem Gebiet der Seeschifffahrt nehmen die Wasser- und Schifffahrtsämter folgende Hoheitsaufgaben für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes wahr:

  • Förderung der deutschen Handelsflotte und die Vorsorge für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Seehäfen
  • Abwehr von Gefahren für die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs sowie die Verhütung von der Seeschifffahrt ausgehender Gefahren (Schifffahrtspolizei) und schädlicher Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes
  • seewärts der Begrenzung des Küstenmeeres, Schifffahrtspolizei, Abwehr von Gefahren sowie die Beseitigung von Störungen der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung
  • Maßnahmen zur Erfüllung von Aufgaben, die dem Bund auf dem Gebiet der Seeschifffahrt aufgrund sonstiger Vorschriften obliegen

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Personalbestand der gesamten Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (inklusive der Oberbehörden) umfasste nach eigenen Angaben 2014 rund 11.500 Mitarbeiter.[1] 2006 waren es rund 13.000 Mitarbeiter. Der Personalabbau beträgt seit einigen Jahren vor 2006 bis heute einem konstanten Abbau von 1,5 % pro Jahr.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wasser- und Schifffahrtsamt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.wsv.de/Wir_ueber_uns/index.html