Wer ist wer?

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Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who ist eine Personalenzyklopädie, die erstmals 1905 unter dem Titel Wer ist’s? erschien. Es handelt sich um die deutsche Entsprechung des 1847 gegründeten englischsprachigen Who’s Who. Die Ausgabe 2013/2014 enthält rund 25.000 Kurzbiografien.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Nachschlagewerk wurde 1905 von Herrmann A. L. Degener unter dem Titel Wer ist’s? Zeitgenossenlexikon begründet. Es erschienen weitere Ausgaben, die neunte 1928 noch zur Zeit der Republik. In der Zeit des Nationalsozialismus erschien 1935 die zehnte Auflage.[1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Reihe 1951 von Walter Habel unter dem heutigen Titel Wer ist wer? fortgesetzt. Verleger war bis zur sechzehnten Auflage (1970) der Arani-Verlag in Berlin, danach bis zur neunzehnten Auflage (1977) der Societäts-Verlag in Frankfurt. Seit 1979 erscheint Wer ist wer? bei Schmidt-Römhild in Lübeck.

Die 49. Ausgabe wurde 2010 veröffentlicht. Sie enthält rund 30.000 Kurzbiografien und etwa 1.800 Porträtfotos. Eingetragen sind lebende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die laut Redaktion „beachtliche Leistungen erbracht haben und dadurch bekannt geworden sind“. 2011 erschien die Jubiläumsausgabe (50. Auflage), sie enthält rund 25.000 Kurzbiografien mit ca. 1.300 Porträtfotos.

Das Werk ist auch als CD-ROM erhältlich sowie kostenpflichtig über das Internet abrufbar.

Aufnahme[Bearbeiten]

Laut Verlag kann die Aufnahme in Wer ist Wer? nicht erkauft werden. Es werden nur Persönlichkeiten aufgenommen, die durch „beachtliche Leistungen“ bekannt geworden sind. Die Aufnahme sei durch einen umfangreichen Kriterienkatalog geregelt. Die Veröffentlichung ist kostenfrei; allerdings wird für den Abdruck von Porträtfotos „eine Selbstkostenerstattung von 19 Euro je Foto für die Bildbearbeitung erbeten“.[2]

Inhalt[Bearbeiten]

Im Wer ist wer? findet man die Kurzbiografien von Personen aus den Bereichen:

  • Regierungen und Parlamente von Bund und Ländern
  • Behörden, Verwaltungen und Institutionen
  • Parteien, politische Organisationen und Gewerkschaften
  • Diplomatische und Konsularische Vertretungen
  • Wirtschaft und Industrie
  • Justiz
  • Verbände und Organisationen
  • Forschung und Wissenschaft
  • Universitäten und Hochschulen
  • Medizin
  • Kirche
  • Kultur
  • Literatur und Publizistik
  • Sport
  • Show und Unterhaltung
  • freie Berufe

Als Ergänzung gibt es eine Übersicht der obersten Behörden der Bundesregierung und der Bundesländer, sowie die farbige Darstellung der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Des Weiteren finden sich statistische Spielereien wie eine Geburtstagsliste mit Angaben, in welchem Sternzeichen die meisten Personen geboren sind, welche Geburtstage am häufigsten sind und wer die jüngste und wer die älteste eingetragene Person ist.

Ausgaben[Bearbeiten]

  • Wer ist’s? Zeitgenossenlexikon, enthaltend Biographien nebst Bibliographien, Angaben über Herkunft, Familie, Lebenslauf, Werke, Lieblingsbeschäftigungen, Parteiangehörigkeit, Mitgliedschaft bei Gesellschaften, Adresse. Verlag A. L. Degener, Berlin und Leipzig 1905.
  • Walter Habel (Herausgeber): Wer ist wer? Das deutsche Who's Who. XI. Ausgabe von Degeners „Wer ist's“? Arani, Berlin 1951.
  • Wer ist wer? - Das deutsche Who's Who 2013-2014, 51. Auflage, Lübeck 2013, ISBN 978-3-7950-2054-5.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wer ist's. Zeitgenossenlexikon, enthaltend Biographien und Bibliographien, Erscheinungsverlauf: 1.1905 - 10.1935. (SWB Online-Katalog)
  2. Pressemitteilung: Jubiläumsausgabe des biografischen Standardwerks der deutschen Literatur erschienen: 50 Jahre Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who 2011/2012. Veröffentlichungsdatum: 6. Oktober 2011.