Whippet (Hunderasse)

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Whippet
Whippet (Hunderasse)
FCI-Standard Nr. 162
  • Gruppe 10: Windhunde
  • Sektion 3: Kurzhaarige Windhunde
Ursprung:

Großbritannien

Alternative Namen:

Kleiner Englischer Windhund

Widerristhöhe:

Rüde 47–51 cm
Hündin 44–47 cm

Gewicht:

nicht festgelegt

Liste der Haushunde

Der Whippet ist eine von der FCI anerkannte britische Hunderasse (FCI-Gruppe 10, Sektion 3, Standard Nr. 162).

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Geschichtliches [Bearbeiten]

Hunde dieses Typs wurden im 19. Jahrhundert in Großbritannien - laut Überlieferung von englischen Bergleuten - zur Jagd auf Sicht auf Kaninchen eingesetzt. Um eine seriöse Zucht und das Verfassen des ersten Rassestandards bemühten sich einige kleinere Landadelige und mittlere Militärchargen, deren Verdienst besonders das Festigen eines bestimmten, leistungsfähigen und dennoch eleganten, ansprechenden Typs war. Dieser erste Standard wurde 1891 verfasst und geschützt, er existiert heute noch mit einigen eher geringfügigen Änderungen.

Whippets waren als Jagdhund beliebter als der Greyhound, da sie aufgrund ihrer geringen Größe weniger verletzungsanfällig, in der Erhaltung günstiger und natürlich auch billiger waren. Anfang des 20. Jh. wurde der Whippet dann auch bei Hunderennen eingesetzt, aus den Whippetrennen wurden jedoch niemals Profirennen wie beim Greyhound.

Beschreibung [Bearbeiten]

Auf Geschwindigkeit und Leistung optimierter mittelgroßer, bis 51 cm großer Windhund. Physisch entspricht er für den Laien einem kleinen Greyhound, soll sich aber im Exterieur deutlich von diesem unterscheiden. Die eingezogene Rute wird des Öfteren als Angst interpretiert, ist aber eine rassespezifische Eigenschaft: Sie ist die Verlängerung der Wirbelsäule und wird bei Windhundrassen aufgrund der Schräglage des Beckens in Ruhestellung bodenwärts und niemals waagerecht oder hocherhoben getragen – ausgenommen bei übermütigen Junghunden oder bei Aggressionen.

Whippets sind von der Konstitution trocken, haben also kein überflüssiges Fett und keine Wamme oder andere Hautfalten. Sie sind sensible Hunde mit starkem Willen. Auftretendes Zittern ist Ausdruck von intensiver Erregung. Sein Haar ist fein, kurz und anliegend in allen Farben. Kleine, rosenförmige Ohren runden das Gesamtbild ab. Der Whippet ist laut Originalstandard ein sportlicher, mit viel Muskelkraft ausgestatteter Hund, der aber immer Eleganz mitbringen und niemals derb wirken soll. Wegen seines angenehmen Wesens eignet er sich auch als Familienhund, dessen Jagdtrieb man aber nicht unterschätzen darf.

Der Whippet zählt wie die meisten Windhundrassen (insbesondere Greyhound, Magyar Agar, Saluki und Barsoi) zu den schnellsten Landtieren der Erde.

Verwendung [Bearbeiten]

Neben dem Windhundsport ist der Whippet heutzutage in erster Linie ein Familienhund.

Wesen [Bearbeiten]

Der Rassestandard der FCI beschreibt den Whippet als freundlichen, anhänglichen und ausgeglichen Hund, der ein idealer Begleiter ist. Er soll sowohl in häuslicher als auch in sportlicher Umgebung in hohem Masse anpassungsfähig sein.[1]

Lebenserwartung [Bearbeiten]

Die Lebenserwartung des Whippets ist wie allgemein bei kleinen Hunden recht hoch; eine Studie fand 1999 bei einer Stichprobe von 14 Hunden dieser Rasse ein mittleres Todesalter von 14.3 ± 3.9 Jahren.[2] 2010 kam eine Studie an einer größeren Anzahl Hunde (n = 374) zu einem mittleren Todesalter von 12.8 Jahren.[3]

Quellen und weiterführende Links [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Whippet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Rassestandard Nr. 162 der FCI: Whippet (Hunderasse) (Word-Dokument)
  2. A. R. Michell: Longevity of British breeds of dog and its relationships with sex, size, cardiovascular variables and disease. In: The Veterinary record Band 145, Nummer 22, November 1999, S. 625–629, ISSN 0042-4900. PMID 10619607.
  3. V. J. Adams, K. M. Evans, J. Sampson, J. L. Wood: Methods and mortality results of a health survey of purebred dogs in the UK. In: The Journal of small animal practice Band 51, Nummer 10, Oktober 2010, S. 512–524, ISSN 1748-5827. doi:10.1111/j.1748-5827.2010.00974.x. PMID 21029096.