Wildhüter

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Wildhüter ist eine von mehreren Berufsbezeichnungen für Personen, zu deren Kernaufgabenbereich der Schutz des Wildes zählt. Das Aufgabenspektrum dieses Berufes hat sich im Lauf der Geschichte jeweils den örtlichen Erfordernissen angepasst.

Wildhüter im Mittelalter[Bearbeiten]

Wildhüter wurden im Mittelalter in Wildbannforsten eingesetzt. Teilweise bewohnten sie Wildhuben und wurden auch Wildhübner genannt. Sie hatten die Aufgabe die kaiserlichen oder königlichen Jagdrechte zu wahren. Hierzu gehörte auch die Hege des Wildes und die Pflege des Waldes sowie die Verpflichtung für gelegentlich vorkommende Jagden die Beherbergung und Versorgung für Menschen und Tiere sicherzustellen.

Wildhüter in Deutschland[Bearbeiten]

Wildhüter in Deutschland haben je nach Aufgabenspektrum unterschiedliche Bezeichnungen. Die Aufgaben von Wildhütern in Deutschland werden hauptsächlich von Jagdaufsehern im Rahmen von Hege und Jagdschutz wahrgenommen. Revierjäger und Revierjägermeister sind anerkannte Ausbildungsberufe mit jagdlichem Schwerpunkt. Die Bezeichnung Ranger repräsentiert in Deutschland den ersten nichtakademischen Naturschutzberuf. Der Aufgabenbereich von Rangern in Deutschland ist die Betreuung von Mensch und Natur.

Wildhüter in der Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweiz kann man nach einer zweijährigen Ausbildung die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Wildhüter/in mit eidgenössischem Fachausweis erlangen. Wildhüter in der Schweiz üben hauptsächlich jagdplanerische, jagdpolizeiliche und hegerische Funktionen aus. Dabei sind sie mit den Rechten der gerichtlichen Polizei ausgestattet und verfolgen Straftaten in den Bereichen Jagd, Fischerei, Natur-, Pilz- und Pflanzenschutz.[1]

Wildhüter in afrikanischen Nationalparks[Bearbeiten]

Der Begriff Wildhüter (englisch Gamekeeper, auch District Wildlife Manager oder Game Warden[2]) bezeichnet meist paramilitärisch organisierte, in der Regel hauptberufliche Angestellte eines Nationalparks oder sonstigen Wildschutzgebietes.

Ihre Aufgaben umfassen teilweise die von Förstern beim Schutz von Flora und Fauna vor Wilderei, darüber hinaus nehmen die Wildhüter in den jeweiligen Schutzgebieten oft auch polizeiliche und allgemeine Ordnungsaufgaben wahr. Daneben fallen auch allgemeine Verwaltungsaufgaben der zumeist unbewohnten Gebiete (beispielsweise Vermessung, Überwachung einer eventuellen Landnutzung, naturwissenschaftliche und veterinärmedizinische Tätigkeiten) in ihren Bereich. Der Tourismus und die Beratung, Anleitung und Schulung von Besuchern der Wildschutzgebiete sowie die Überwachung der Einhaltung der Parkordnung bieten weitere Betätigungsfelder.

Dort sind Wildhüter fast ausnahmslos mit Schusswaffen zur Selbstverteidigung ausgestattet, wobei die Bedrohung durch wilde Tiere wie Bären in Nordamerika, Büffel und Löwen in Afrika eher gering ist, vielmehr werden die Wildhüter ähnlich wie Polizisten im Schusswaffengebrauch gegen Wilderer trainiert. Gerade der Einsatz gegen Wilderei gewinnt immer mehr an Bedeutung. In manchen afrikanischen Ländern sind Wildhüter deshalb sogar auch mit Sturmgewehren ausgerüstet, um sich gegen die ebenfalls mit diesen Waffen ausgestatteten Wilderern durchsetzen zu können.

Wildhüter in amerikanischen Raum[Bearbeiten]

Wildhüter im amerikanischen Raum werden meist Ranger genannt. Ihnen obliegt der Schutz ganzer Gebiete, was Flora und Fauna umfasst.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berufsprofil bei berufsberatung.ch
  2. TPWD: Game Warden - Texas Parks & Wildlife Department (englisch), abgerufen am 6. Juli 2013