Wirtschaftsunion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Wirtschaftsunion ist die fünfte Stufe der wirtschaftlichen Integration zwischen Ländern, bei der zusätzlich zu einem gemeinsamen Markt auch eine Koordination der Wirtschaftspolitiken erfolgt, oft zwischen benachbarten Staaten einer Region.

Das heißt, dass sich nicht nur Güter, Kapital und Arbeit frei innerhalb der Union bewegen dürfen (Produktionsfaktormobilität), sondern auch die Souveränität in der Wirtschaftspolitik teilweise zugunsten der Union aufgegeben werden muss. Oft waren die Schrittmacher für die wirtschaftliche Integration bis hin zur Wirtschaftsunion die größeren Mächte in einer Region. Die schwächeren Staaten gewannen umgekehrt Mitsprache und Einfluss. Insgesamt stärkte sich bei regionalen Zusammenschlüssen die Region gegen andere Regionen.[1]

Eine bekannte Wirtschaftsunion ist bzw. war die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, darin zum Beispiel die Gemeinsame Agrarpolitik. Ein weiteres Beispiel war die Wirtschaftsunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR im Jahr 1990 vor der Wiedervereinigung.

Noch tiefere Integrationen führen zur Währungsunion, anders geartete Zusammenschlüsse zur politischen Union.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. WU Wien: 3.1 Die Entwicklung regionaler Bündnisse und Integrationsräume in WIRTSCHAFTSGESCHICHTE, GLOBALER KAPITALISMUS, von Ingo Andruchowitz