Zuniceratops

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zuniceratops
Lebendrekonstruktion von Zuniceratops

Lebendrekonstruktion von Zuniceratops

Zeitliches Auftreten
Oberkreide (Turonium)[1]
93,9 bis 89,7 Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Marginocephalia
Ceratopsia
Neoceratopsia
Coronosauria
Zuniceratops
Wissenschaftlicher Name
Zuniceratops
Wolfe & Kirkland, 1998
Art
  • Z. christopheri Wolfe & Kirkland, 1998

Zuniceratops ist eine Gattung von Vogelbeckensauriern (Ornithischia) aus der Gruppe der Ceratopsia. Sie ist ein naher Verwandter der Ceratopsidae.

Merkmale[Bearbeiten]

Von Zuniceratops sind bislang nur bruchstückhafte Überreste bekannt, die Funde lassen auf ein Tier mit einer Länge von 3 bis 3,5 Metern schließen. Er weist einige Merkmale der Ceratopsidae auf: so waren bereits zwei lange Überaugenhörner und ein mit paarigen Öffnungen versehener Nackenschild vorhanden. Die Gliedmaßen waren aber relativ zierlich und die Zähne waren – verglichen mit den Zahnbatterien der Ceratopsidae – einfach gebaut. Wie alle Ceratopsia war er Pflanzenfresser.

Entdeckung und Benennung[Bearbeiten]

1996 fand der Sohn des amerikanischen Paläontologen Douglas G. Wolfe, der damals achtjährige Christopher James Wolfe, die ersten fossilen Reste von Zuniceratops, einen Schädel und andere Knochen. Der Fundort ist die Moreno-Hill-Formation in New Mexico (USA). Wolfe und Kirkland beschrieben Zuniceratops erstmals im Jahre 1998. Der Name leitet sich von den Zuñi, einem Volk nordamerikanischer Ureinwohner, und dem griechischen keratops (=„Horngesicht“), einem häufigen Namensbestandteil der Ceratopsia, ab. Typusart und einzig beschriebene Art ist Z. christopheri.

Die Funde werden in die frühe Oberkreide (Turonium) auf ein Alter von 94 bis 89 Millionen Jahre datiert. Zuniceratops ist damit der älteste amerikanische Ceratopsia.

Systematik[Bearbeiten]

Zuniceratops stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen den urtümlicheren Ceratopsia und den höher entwickelten Ceratopsidae dar. Er zeigt einige Merkmale, die bislang nur von den Ceratopsidae bekannt waren, etwa die Überaugenhörner. Andere Merkmale, wie die Zähne, sind hingegen urtümlich. Kladistisch gilt er als Schwestertaxon der Ceratopsidae, gemeinsam bilden sie das Taxon der Ceratopsoidea.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Dodson, Catherine A. Forster und Scott D. Sampson: Ceratopsidae. In: D. Weishampel, P. Dodson und H. Osmólska (Hrsg.): The Dinosauria. University of California Press, 2004, ISBN 0-520-24209-2, S. 494–513.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zuniceratops – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gregory S. Paul: The Princeton Field Guide To Dinosaurs, 2010. ISBN 978-0-691-13720-9, S. 257 Online