Zustandslosigkeit

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In der Informatik bezeichnet Zustandslosigkeit die Eigenschaft eines Protokolls oder Systems, mehrere Anfragen – auch desselben Auftraggebers – grundsätzlich als voneinander unabhängige Transaktionen zu behandeln. Insbesondere werden Anfragen ohne Bezug zu früheren Anfragen behandelt und keine Sitzungsinformationen ausgetauscht und/oder verwaltet. Das Gegenteil ist Zustandsbehaftung oder auch Zustandshaltend.

Beispiele[Bearbeiten]

Das vermutlich populärste Beispiel eines zustandslosen Netzwerkprotokolls ist das Hypertext Transfer Protocol (HTTP). Das Mitführen von Sitzungsdaten kann hier erst auf Anwendungsebene implementiert werden, zum Beispiel durch die explizite Übermittlung einer Session-ID in jeder Anfrage in Request-URL oder „Cookie“-Header.

Als Gegenbeispiel eines zustandsbehafteten Protokolls kann zum Beispiel das File Transfer Protocol (FTP) angeführt werden. Hier wird erst durch eine einleitende Authentifizierung eine Sitzung aufgebaut und die dadurch gewonnenen Informationen über Autorisierung des angemeldeten Benutzers auf jede nachfolgende Anfrage angewandt.