Zylinderbohrung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Zylinderbohrung oder kurz Bohrung bezeichnet man den Innendurchmesser eines Zylinders, speziell des Zylinders eines Hubkolbenmotors. Geringfügig kleiner als die Zylinderbohrung ist der Kolbendurchmesser; da Kolben in Verbrennungsmotoren keinen exakt kreisförmigen Querschnitt haben, ist der Kolbendurchmesser zudem noch von der Messrichtung abhängig.

In der deutschen Norm DIN 1940 "Verbrennungsmotoren" wird für die Zylinderbohrung das Formelzeichen D und die Maßeinheit mm empfohlen.

Die Bohrung, der Kolbenhub s und die Zylinderzahl bestimmen den Hubraum eines Motors.

Das Verhältnis aus Kolbenhub und Zylinderbohrung ist - ebenfalls nach DIN 1940 - das Hubverhältnis.

Der Ausdruck Quadrathuber (vom englischen square engine) wird vor allem in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen für Triebwerke mit s /D = 1 benutzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard van Basshuysen, Fred Schäfer: Handbuch Verbrennungsmotor Grundlagen, Komponenten, Systeme, Perspektiven. 3. Auflage, Friedrich Vieweg & Sohn Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden, 2005, ISBN 3-528-23933-6
  • Norm DIN 1940 "Verbrennungsmotoren", verschiedene Ausgaben ab Juli 1946.