ÖNORM

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Logo der ÖNORM

Eine ÖNORM ist eine vom Austrian Standards Institute veröffentlichte nationale Norm. Hierbei handelt es sich um freiwillige Standards, die in Normungsgremien erarbeitet werden. ÖNORMen werden entweder durch interessierte Kreise angeregt oder im Rahmen der internationalen Normung (z. B. ISO, EN, IEC) als nationale Norm übernommen. Die ÖNORMen werden vom Austrian Standards Institute herausgegeben.

Bezeichnung von ÖNORMEN[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ÖNORM & ONR 2014
ÖNORM EN, … (incl. EN ISO) 14.309
ÖVE/ÖNORM (EN) 4.517
ÖNORM ETS 2.130
ÖNORM ISO 218
ÖNORM And. (z. B. DIN) 154
ÖNORM national 2.096
ON-Regel ONR 567
gesamt 23.991
Quelle: ASI[1]

Nationale Normen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Österreichische Normen werden als ÖNORM ohne Zusatz bezeichnet. Es gibt keine gängigen Abkürzungen dafür.

Die Gliederung wird mit einem Buchstaben bezeichnet. Es gibt folgende Normengruppen:

  • A - Allgemeine Normen
  • B - Bauwesen
  • C - Chemie
  • E - Elektrotechnik
  • F - Feuerlösch- und Rettungswesen
  • G - Grundstoffe
  • H - Haustechnik
  • K - Krankenhauseinrichtungen und Gesundheitswesen
  • L - Land- und Forstwirtschaft
  • M - Maschinenbau
  • N - Nahrungsmittel
  • O - Optik
  • S - Sonstige Normengebiete
  • V - Verkehrswesen
  • Z - Arbeitssicherheitstechnik

Die Nomenklatur sieht vierstellige Normnummern vor

  • z. B. ÖNORM A 1080

Mehrteilige Normen werden unter Verwendung angehängter Nummern unterschieden. Die Nummer des Normteiles wird nach der eigentlichen Normnummer notiert,

  • z. B. ÖNORM B 3800-1 oder ÖNORM B 3800 Teil 1

Das Ausgabejahr (vollständig: das Ausgabedatum) einer Norm wird üblicherweise nach einem Doppelpunkt angefügt, um eine Norm eindeutig zu identifizieren. Im vollständigen Zitat sollte auch der Titel der Norm angegeben werden:

  • z. B. ÖNORM A 1080:2007 – Richtlinien für die Textgestaltung
  • bzw. ÖNORM A 1080:2007 03 01 – Richtlinien für die Textgestaltung[2]
  1. mit der Markenbezeichnung ÖNORM
  2. mit der Bezeichnung der Normengruppe (z. B. A oder B oder …)
  3. mit einer vierstelligen Nummer
  4. mit dem Ausgabejahr oder alternativ mit dem Ausgabedatum
  • z. B. ÖNORM B 4700

Unter ÖVE laufen die Normen der Technischen Subkomitees.

Europäische Normen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Normen werden vom Europäischen Komitee für Normung (CEN) herausgegeben und bestehen aus dem Kürzel EN und einer ein- bis fünfstelligen Nummer, z. B. EN 39 oder EN 13814. Europäische Normen müssen von den nationalen Normungsinstituten übernommen werden. Entsprechende nationale Normen (in diesem Fall ÖNORMEN) müssen zurückgezogen werden.

In Österreich tragen die übernommenen europäischen Normen folgende Bezeichnung: ÖNORM EN xxx, z. B. ÖNORM EN 13814.

Internationale Normen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) werden ISO-Normen erarbeitet. Die Bezeichnung der Normen erfolgt mit dem Kürzel ISO und einer Nummer. Diese Normen können vom österreichischen Normungsinstitut direkt übernommen werden, z. B. ÖNORM ISO 8930 oder diese Normen werden vom CEN (Europäisches Normungsinstitut) übernommen und dann erst vom Österreichischen Normungsinstitut, z. B. ÖNORM EN ISO 13920.

Deutsche Normen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das österreichische Normungsinstitut übernimmt auch teilweise die Deutschen Normen (DIN-Normen). Die Bezeichnung lautet danach ÖNORM DIN xyz, wobei in der Alltagssprache der DIN-Zusatz weggelassen wird.

Regeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regeln des Österreichischen Normungsinstituts werden mit ON-Regel oder ONR bezeichnet.

  • z. B. ONR 191160:2010 – Bewegliche Schwimmbadüberdachungen - Sicherheitsanforderungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Austrian Standards Jahresbericht 2014. Austrian Standards Institute, 3. Juli 2015, abgerufen am 28. September 2015 (PDF; 18 484 kB).
  2. Vgl. ÖNORM A 1080 mit den Bezeichnungen der aktuellen und der vorhergehenden Ausgaben in der Webshop-Suche des Austrian Standards Institute. Abgerufen am 11. Oktober 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]