Öseammer

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Der Öseammer war ein Volumenmaß in den Siedehütten bei der Salzherstellung. Das Maß ist vom tonnenartigen Gefäß gleichen Namens abgeleitet. Dieses Schöpfmaß wurde mit der Sole aus dem Brunnen gehoben und in die Salzpfanne entleert.(Angaben beziehen sich auf Lüneburger Salinen)

  • 1 Öseammer = 149,28 Liter (Sole für die Besiedung von 3 Salzpfanne = 3 mal 40 Stübchen á 49,76 Liter)
  • 1 Süß = 15,12 Kilogramm (Ertrag aus 1 Pfanne von 49,76 Liter)
  • 1 Rump = 3 Süß (Ertrag aus 3 Salzpfannen von 1 Öseammer)

Ab 1569 wurde der Öseammer vom Kumm abgelöst.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Zimmermann, Gudrun Vuillemin-Diem: Mensura - Maß, Zahl, Zahlensymbolik im Mittelalter. 1. Halbband, Walter De Gruyter & Co., Berlin/New York 1983, S. 244, ISBN 3-11-009769-9

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Holbach, Michel Pauly: Städtische Wirtschaft im Mittelalter: Festschrift für Franz Irsigler zum 70. Geburtstag. Böhlau Verlag GmbH & Cie., Köln/Weimar/Wien 2011, S. 340, ISBN 978-3-412-20779-3