Österreichischer Alpenklub

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Österreichischer Alpenklub (ÖAK)
Logo des ÖAK
Gründungsdatum/-jahr 1878
Gründungsort Wien
Mitglieder (ca.) 400 aktive und unterstützende
Homepage http://www.alpenklub.info

Der Österreichische Alpenklub (ÖAK) ist ein Verein leistungsstarker Bergsteiger.

Der Verein wurde 1878 in Wien gegründet, einer der Gründer war Alfred Markgraf von Pallavicini. Der Alpenklub besitzt nur eine Hütte - die Erzherzog-Johann-Hütte in der Großglocknergruppe. 1894 wurde Otto Zsigmondy Präsident des Alpenklubs.

Wie schon der Österreichische Touristenklub ein Jahr zuvor, führte der Österreichische Alpenklub gleichzeitig mit dem ÖGV (Österreichischer Gebirgsverein) 1921 den sogenannten "Arierparagraphen" ein. Das bedeutete, dass der Alpenklub nur mehr Mitglieder aufnahm, die weder jüdischen Glaubens noch jüdischer Abstammung waren.[1][2][3]

Dem Verein gehören etwa 400 aktive und unterstützende Mitglieder an. Für die Aufnahme wird die Unterstützung zweier Mitglieder benötigt. Bedeutende Mitglieder des ÖAK waren Karl Prusik, Peter Aschenbrenner, Willo Welzenbach, Karl Wien, Rudolf Schwarzgruber, Willy Merkl, der Expeditionsleiter der Deutschen Nanga-Parbat-Expedition 1934, sowie Paul Bauer, der Gründer der Deutschen Himalaya-Stiftung. Ebenso Mitglied des ÖAK waren Hans Ertl und Hermann Buhl, dem 1953 die Erstbesteigung des Nanga Parbat gelang.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der DAV und Antisemitismus, Deutscher Alpenverein
  2. Walter Klappacher: Arierparagraf und Antisemitismus im Salzburger Höhlenverein – In Erinnerung an Dr. Ernst Hauser, In: Die Höhle / 56. Jg. / Heft 1-4/2005, S.101
  3. Martin Achrainer: „So, jetzt sind wir ganz unter uns!“ Antisemitismus im Alpenverein (PDF), in: Hanno Loewy, Gerhard Milchra: Hast Du meine Alpen gesehen? Eine jüdische Beziehungsgeschichte, Hohenems/Wien 2009
  4. „50 Jahre Nanga Parbat“ (PDF) - Österreichische Alpenzeitung des Österreichischen Alpenklubs (Ausgabe Juli/August 2003) (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)