Übertragung (Geburt)

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speziell eine Quelle zur erhöhten perinatalen Sterblichkeit wäre an dieser Steller sehr hilfreich. --Lordgordian (Diskussion) 21:59, 7. Jan. 2015 (CET)

Die Übertragung bedeutet in der Geburtshilfe die fortgesetzte Schwangerschaft über den erwarteten „üblichen“ Geburtstermin hinaus.

Etwa vier von zehn Kindern kommen in den 14 Tagen nach dem errechneten Geburtstermin zur Welt. Erst wenn diese zwei Wochen überschritten sind (42+0 Schwangerschaftswoche) spricht man von einer Übertragung. Dies betrifft ca. ein Prozent aller Schwangerschaften.

Ungeachtet der Art der Übertragung steigt die perinatale Sterblichkeit der Kinder an, je länger die Übertragung fortdauert.

Ein Neugeborenes, das übertragen wurde, wird als Risikoneugeborenes eingestuft.

Übertragungszeichen (Runge-Zeichen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Objektive Kriterien für die Diagnose, ob ein Neugeborenes übertragen ist, sind die so genannten Runge-Zeichen:

  1. gelbe Haut, gelbe Eihäute bzw. Nabelschnur;
  2. Waschfrauenhände mit
  3. Abschilfern / Abschälen der Epidermis;
  4. roter Hodensack bzw. rote Schamlippen;
  5. keine Vernix caseosa (Fruchtschmiere, Käseschmiere);
  6. Dystrophie (relativer Entwicklungsrückstand).

Clifford-Syndrom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als eine Folgeerkrankung der Übertragung (chronischen Plazentainsuffizienz) beim Neugeborenen kann das dreigradige Clifford-Syndrom auftreten:

  • Grad I: keine Käseschmiere, kaum ausgeprägte Fettpolster und Hautatrophie;
  • Grad II: dazu grüne Farbe von Haut und Eihäuten wegen mekoniumhaltigen Fruchtwassers
  • Grad III: Haut in hellem Gelb mazeriert, Fruchtwasser gelb-braun.

Die Prognose ist relativ gut, wenn die Neugeborenenperiode überlebt wird.

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