Abbrennstumpfschweißverfahren

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Beim Abbrennstumpfschweißverfahren handelt es sich um ein Pressschweißverfahren. Die benötigte Schweißwärme wird durch elektrischen Strom erzeugt. Die Wärme wird unter Nutzung des elektrischen Widerstandes in der Schweißzone infolge des Stromdurchganges in Form eines Lichtbogens erzeugt.

Beim Verbindungsschweißen von Eisenbahnschienen werden zum Erzeugen von typisch 40–100 kA Stromstärke bei 6–15 V Spannung entsprechend große Apparate benötigt. Dieses Verfahren (Kürzel: RA) wird regelmäßig im Schienenschweißwerk, neuerdings aber auch im Gleis angewendet. Es verkürzt die Schiene durch Materialverbrauch etwas.[1][2]

Das Verbindungsschweißen von Schienstößen bewirkt eine Reduzierung des Rad-Schiene-Geräusch durch Vermeidung von Schienenstoßen. Durch das stoßlose Aneinanderschweißen der Schienen ist eine Reduzierung des Schienenverkehrslärm um 6 dB(A) möglich.[3]

Das Abbrennstumpfschweissen wurde auch bei der 2006–2008 gebauten australischen Fortescue Bahn angewandt; es ist die Strecke mit der weltweit höchsten Belastbarkeit (Stand 2014).

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lothar Fendrich (Hrsg.): Handbuch Eisenbahninfrastruktur. Band 10, Springer, Berlin 2006, ISBN 3-540-29581-X, S. 317–319.
  2. http://www.gleisbau-welt.de/site/schweissen/mobiles_abbrennstunpfschweissen.htm Website Gleisbau-Welt, Mobiles Abbrennstumpfschweißen, Matthias Müller, Thorsten Schaeffer, 2003–2012, abgerufen 26. Februar 2012.
  3. http://www.stiftung-naturschutz.de/fileadmin/img/pdf/Kleine_Anfragen/ka16-14932.pdf

Weblinks[Bearbeiten]