Abu Qobeis

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Abu Qobeis

Abu Qobeis, Gesamtansicht

Alternativname(n) Bokebeis
Staat Syrien
Entstehungszeit 10. Jahrhundert
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand Ruine
Geographische Lage 35° 14′ N, 36° 20′ OKoordinaten: 35° 14′ 5,9″ N, 36° 19′ 50,8″ O
Höhenlage 300 m
Abu Qobeis (Syrien)

Bokebeis, auch Bochebeis, arabisch قلعة أبو قبيس Qalaʿat Abū Qobeis, DMG Qalʿat Abū Qubais, ist eine Burgruine der Assassinen in Syrien im Gouvernement Hama.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg liegt etwa 20 km nördlich der Assassinenfestung Masyaf am Osthang des Dschebel Aansariye nahe einer Nebenstraße, die weiter in die Ghab-Ebene führt, die vom Nahr al-Asi (Orontes) durchflossen wird. Sie ist frei zugänglich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burgberg wurde bereits im 10. Jahrhundert durch die Byzantiner genutzt, als Basileios II. einen Feldzug zur Rückeroberung Syriens durchführte. 1133 wurde die Befestigung durch einen lokalen Emir, Ibn Amrun, gehalten. In dieser Zeit wurde die Burg an die Assassinen verkauft.

Möglicherweise haben die Kreuzfahrer die Burg einige Zeit in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts in Besitz gehabt, bevor die Assassinen ihre Macht in dieser Gegend voll zur Entfaltung gebracht hatten. Der einzige Anhaltspunkt für diese Annahme ist jedoch die Tatsache, dass Bokebeis einen Tribut von 800 Goldbyzantinern an Margat zahlen musste. Unter den Assassinen konnte die Burg einen gewissen Grad an Selbstständigkeit gegenüber den anderen Assassinenherrschaften bewahren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ross Burns: Monuments of Syria. I. B. Tauris Publishers, London/New York 1999.
  • Baedeker Syrien. Verlag Karl Baedeker, 2000.
  • Walter Zöllner: Geschichte der Kreuzzüge. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1983.
  • Thomas Biller: Burgen in den Kreuzfahrerstaaten. Vom Adelssitz zur „Festung“. In: Burgen und Schlösser in Sachsen Anhalt. Heft 1, Halle/Saale 1992. (online)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]