Adam Afzelius

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Adam Afzelius, Ölgemälde von C. F. von Breda

Adam Afzelius (Aussprache: [ˌɑːdam afˈseːliɵs], * 8. Oktober 1750 in Larv, Västergötland, Schweden; † 20. Januar 1837 in Uppsala) war ein schwedischer Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Afzel.“.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Afzelius wurde 1777 Dozent der orientalischen Literatur, als Carl von Linnés letzter Schüler 1785 Demonstrator der Botanik an der Universität Uppsala. Er unternahm 1792 eine Forschungsreise nach Sierra Leone. Seine wertvollen Sammlungen verlor er infolge der Ausplünderung der Kolonie durch die Franzosen. Seine Brüder waren Johan Afzelius (1753–1837), Chemiker an der Universität Uppsala, und Pehr von Afzelius (1760–1843), Professor für Medizin ebenda. Letzterer galt als hervorragender Lehrer und Praktiker.

1796 wurde er als Sekretär bei der schwedischen Gesandtschaft in London angestellt. Er kehrte 1799 auf seinen Lehrstuhl in Uppsala zurück und erhielt 1812 die Professur der Materia medica. Am 10. Oktober 1800 wurde er mit dem Beinamen Hesperus III. zum Mitglied der Leopoldina gewählt (Matrikel-Nr. 1015).[1] Seine ethnographische Pflanzensammlung hat die Universität Uppsala angekauft.

Nach Afzelius wurde die Pflanzengattung Afzelia aus der Familie der Hülsenfrüchtler benannt.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De vegetabilibus svecanis observationes et experimentam. Uppsala 1785 (archive.org).
  • Genera plantarum guineensium. Uppsala 1804 (Google Books).
  • Stirpium in Guinea medicinalium species novae. Uppsala 1818.
  • Stirpium in Guinea medicinalium species cognitae. Uppsala 1825.
  • Afzelius gab die Autobiographie Linnés heraus (deutsch, Berlin 1826)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Afzelius, Adam. In: Herman Hofberg, Frithiof Heurlin, Viktor Millqvist, Olof Rubenson (Hrsg.): Svenskt biografiskt handlexikon. 2. Auflage. Band 1: A–K.. Albert Bonniers Verlag, Stockholm 1906, S. 11 (schwedisch, runeberg.org).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ferdinand Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. 1860, S. 242 online