Aimaken

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Vereinfachte Darstellung der Siedlungsgebiete der größten ethnischen Gruppen Afghanistans

Die Aimaken (auch Aimaq geschrieben; von persisch ایماق aymāq) sind eine Konföderation von Nomadenstämmen unterschiedlicher Abstammung, die jedoch heute fast alle Persisch als Muttersprache sprechen und in der zentralen Region Afghanistans leben. Sie machen ca. 2 % der Gesamtbevölkerung aus. Das Wort aymāq ist eine Entlehnung aus den benachbarten Turksprachen Zentralasiens (oymāq) und bedeutet „Sippe“ bzw. „Stamm“ (vergl. mongolisch Aimag).

In Afghanistan sind sie hauptsächlich unter Tschahār-Aymāq („Vier Aimaken“) bekannt. Die vier Hauptstämme sind:

  • Aimāq-Hazāra (mongolischer Abstammung)
  • Dschamschedī (iranischer Abstammung)
  • Fīrūzkūhī (iranischer Abstammung)
  • Taymanī (iranischer Abstammung)

Andere, kleinere Gruppen werden gelegentlich den vier großen Stämmen hinzugerechnet, darunter die Ḡalmanī, Malekī, Mīschmast, Sīāmūsā, Ṭāherī, Tīmūrī, Zūrī und weitere.

Bei den Aimāq-Hazāra handelt es sich nicht um das Volk der Hazāra. Im Gegensatz zu den imamitischen Hazāra sind die Aimāq-Hazāra sunnitische Muslime und werden häufig zu den benachbarten Tadschiken gezählt.