Alberto-Lleras-Talsperre

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Alberto-Lleras-Talsperre
Embalse del Guavio (2).JPG
Lage: Cundinamarca in Kolumbien
Abflüsse: in Richtung Río Meta
Größere Orte am Ufer: Gachalá
Alberto-Lleras-Talsperre (Cundinamarca)
Alberto-Lleras-Talsperre
Koordinaten 4° 41′ 39″ N, 73° 30′ 32″ WKoordinaten: 4° 41′ 39″ N, 73° 30′ 32″ W
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: –1989
Höhe über Gründungssohle: 243 m
Bauwerksvolumen: 17 100 000 m³
Kronenlänge: 390 m
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 13,44 km²
Speicherraum 787 000 000 m³
Bemessungshochwasser: 4200 m³/s

Die Alberto-Lleras-Talsperre, auch Guavio-Talsperre (Embalse del Guavio) genannt, ist eine große Talsperre in Kolumbien. Sie ist nach Alberto Lleras Camargo, einem ehemaligen Präsidenten vom Kolumbien (1945–1946) benannt und liegt am Guavio im Flussgebiet des Orinoco bei Gachalá in Cundinamarca.

Der Staudamm ist mit 243 m Höhe der höchste Steinschüttdamm der Welt und wird in vielen einschlägigen Listen als zehnthöchste Talsperre der Welt (ohne China) geführt (Stand: 2008). In der Wikipedia-Liste der größten Talsperren der Erde liegt er unter den ersten 15.

Der Bauherr und Eigentümer der zur Stromerzeugung gebauten Stauanlage ist die Empresa de Energía de Bogotá (EEB). Das Wasserkraftwerk verfügt über eine Nennleistung von 1600 MW.

Für den Stauinhalt des Stausees findet man unterschiedliche Angaben: 787,32 Mio, 970 Mio oder 1000 Mio m³. Auch die Bauwerkshöhe wird unterschiedlich angegeben mit 243, 246 und 250 m (in Fuß: 797 oder 800). Das Bauwerksvolumen beträgt 17,1 oder 17,755 Mio m³. Als Jahr der Fertigstellung werden die Jahre 1989, 1990 und 1992 genannt. - Die wahrscheinlichsten Daten sind in der Tabelle aufgeführt.

Erdrutsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Bau der Talsperre gab es am 28. Juli 1983 einen Unfall. Bei einem Erdrutsch kamen zwischen 150 und 200 Arbeiter ums Leben. Während der Rettungsarbeiten wurden die Rettungskräfte von einem zweiten Erdrutsch verschüttet.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Colombia Dam Disaster of 28 July 1983: ‘The Night the Lights Went Dark’ on 200 Casual Workers

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]