Alexander Graf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Graf alexander2 20081024 berlin lichtenrader herbst.jpg
Alexander Graf, 2008
Verband SowjetunionSowjetunion Sowjetunion (bis 1991)
UsbekistanUsbekistan Usbekistan (1992 bis 2001)
DeutschlandDeutschland Deutschland (seit 2001)
Geboren 25. August 1962
Taschkent
Titel Großmeister (1992)
Aktuelle Elo‑Zahl 2583 (März 2017)
Beste Elo‑Zahl 2661 (Juli 2004)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Alexander Graf (* 25. August 1962 als Alexander Nenaschew in Taschkent) ist ein deutscher Großmeister im Schach usbekischer Herkunft.

Vor der Ausreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Landesmeisterschaft der Sowjetunion 1991 in Moskau belegte er den fünften Platz. Den Titel Schachgroßmeister erhielt er 1992.[1]

Einreise nach Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 siedelte er nach Deutschland über. Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften 2000 und 2001 wurde er jeweils Vizemeister. 2004 bei der 75. Deutschen Schacheinzelmeisterschaft[2] in Höckendorf konnte er den Titel gewinnen, 2005 kam er auf Platz 3.

Bei den Europameisterschaften 2003 in Istanbul belegte er den dritten Platz.[3] 2004 bei der Schachweltmeisterschaft der FIDE in Tripolis schied er in der zweiten Runde aus.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graf nahm mit der usbekischen Nationalmannschaft an den Schacholympiaden 1992 und 1994 teil, wobei er 1992 in Manila mit der Mannschaft auf dem zweiten Platz landete und das beste Einzelergebnis am dritten Brett erreichte[4]. Außerdem spielte er mit Usbekistan bei der Mannschaftsweltmeisterschaft 1993[5] und bei drei asiatischen Mannschaftsmeisterschaften, diese gewann er mit der Mannschaft 1999 in Shenyang.[6] Mit der deutschen Mannschaft nahm er an den Schacholympiaden 2002, 2004 und 2006[4], der Mannschaftsweltmeisterschaft 2001 in Jerewan, wo er am dritten Brett das beste Einzelergebnis erreichte,[5] und den Mannschaftseuropameisterschaften 2003 und 2005 teil, wobei er 2005 in Göteborg sowohl die beste Elo-Leistung aller Spieler als auch das beste Einzelergebnis am dritten Brett erreichte.[7]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Murray Chandler und Alexander Graf
Schachbundesliga 2000 in Gelsenkirchen

Graf spielte ab 2000 in der Schachbundesliga bei der SG Porz, mit der er 2004 deutscher Mannschaftsmeister wurde. Nach dem Porzer Rückzug 2007 spielte Graf in Deutschland zwei Jahre gar kein Vereinsschach, von 2009 bis 2012 spielte er in der 2. Bundesliga Ost beim SK König Plauen, in der Saison 2012/13 beim USV Volksbank Halle. In der Saison 2015/16 spielt er für die SF Deizisau in der Oberliga Württemberg.

In der spanischen Mannschaftsmeisterschaft spielte Graf von 2003 bis 2011 für die Mannschaft von CA Marcote Mondariz, mit der er 2003 und 2010 spanischer Mannschaftsmeister wurde.[8]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grafs Vorfahren stammen aus Deutschland. Er ehelichte Großmeisterin Rena Graf und hat einen Sohn (* 1989).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 81
  2. 75. Deutsche Schacheinzelmeisterschaft 2004 in Höckendorf
  3. 4. Europäische Einzelmeisterschaft der Frauen und Männer, 30. Mai bis 14. Juni 2003 in Istanbul
  4. a b Alexander Grafs Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  5. a b Alexander Grafs Ergebnisse bei Mannschaftsweltmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  6. Alexander Grafs Ergebnisse bei asiatischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  7. Alexander Grafs Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  8. Alexander Grafs Ergebnisse bei spanischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alexander Graf – Sammlung von Bildern