Alois Heißenhuber

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Alois Heißenhuber (* 1948) ist ein deutscher Agrarökonom.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heißenhuber absolvierte sein Studium der Agrarwissenschaften an der TU München Weihenstephan von 1970 bis 1974, wobei er von 1972 bis 1974 Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes war. Von 1974 bis 1975 schloss er ein Ergänzungsstudium in Pädagogik und Psychologie, ebenfalls an der TU München, an. Nach dem Referendariat im Staatsdienst von 1974 bis 1976 folgte das Staatsexamen im Jahr 1976.

Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Studienrat kehrte er im Jahr 1979 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaues der Technischen Universität München zurück. Im Jahr 1982 promovierte Heißenhuber zum Doktor der Agrarwissenschaften.

Seit dem Jahr 1988 war er mehrmals zu Studienaufenthalte in Japan. Im Jahr 1989 folgte seine Habilitation. Von 1996 bis 2013 war Heißenhuber Ordinarius des Lehrstuhls für Wirtschaftslehre des Landbaues an der TU München.

Funktionen und Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heißenhuber war bis Ende 2007 Studiendekan der Studienfakultät für Agrar- und Gartenbauwissenschaften am Wissenschaftszentrum Weihenstephan (TU München). Er war von 2003 bis 2013 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik sowie von 2007 bis 2014 Mitglied des Beirats für Biodiversität und genetische Ressourcen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV; Bonn/Berlin) und Leiter des wissenschaftlichen Kuratoriums der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum. Außerdem ist Heißenhuber im „Editorial Board“ der Zeitschrift Agricultural Economics in Prag vertreten. Seit 2016 ist Heißenhuber Vorsitzender der Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt (Deutschland).

Schwerpunkte in der Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Agrarökonom befasst sich Alois Heißenhuber schwerpunktmäßig mit folgenden drei Themengebieten:

  • Verfahrensoptimierung unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Kriterien (Entwicklung, Erprobung und ökonomische Beurteilung landwirtschaftlicher Produktionsverfahren im Bereich der pflanzlichen und tierischen Produktion sowie erneuerbarer Energien unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Ökosystem)
  • Betriebsoptimierung unter veränderten Rahmenbedingungen (Erarbeitung von Strategien zur Wettbewerbssicherung von landwirtschaftlichen Betrieben, Produktionskostenanalyse, über- und zwischenbetriebliche Zusammenarbeit, Wettbewerbsstellung im internationalen Vergleich)
  • Nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes (Quantifizierung externer Effekte der Landwirtschaft, Analyse agrarpolitischer Maßnahmen im Hinblick auf die Konsequenzen für den ländlichen Raum - Politikfolgenabschätzung)

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 wurde ihm der Thurn und Taxis Förderpreis für die Landwirtschaft verliehen. Von der Thrakischen Universität Stara Zagora in Bulgarien wurde ihm im Jahr 2003 die Ehrendoktorwürde verliehen. Im Jahr 2008 erhielt er vom VLM (Verband landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder in Bayern) die Dr.-Hans-Eisenmann-Medaille. Im Jahr 2010 erhielt Heißenhuber den renommierten Hans-Kudlich-Preis (Ökosoziales Forum Österreich)[1]. Im Jahr 2012 wurde Heißenhuber von der Czech University of Agriculture für sein langjähriges Engagement mit dem Goddess Gaia Preis ausgezeichnet und im Herbst 2013 erhielt er die Staatsmedaille des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Silber[2]. Am 12. Juni 2015 wurde ihm von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Johann-Heinrich-von-Thünen-Medaille in Gold verliehen[3].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. oekosozial.at: „Hans-Kudlich-Preise 2010“, 29. November 2010, abgerufen am 23. April 2014
  2. stmelf.bayern.de: „Staatsmedaille für Agrar-Professor Alois Heißenhuber“, 21. Oktober 2013, abgerufen am 23. April 2014
  3. uni-kiel.de: „Johann-Heinrich-von-Thünen-Medaille in Gold für leidenschaftlichen Agrarwissenschaftler Alois Heißenhuber“, 12. Juni 2015, abgerufen am 14. Juni 2015