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Altenbrückertorstraße

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Die Straße Altenbrückertorstraße liegt im Südosten des Stadtzentrums von Lüneburg. Die Quelle der IDs und der Beschreibungen ist der Denkmalatlas Niedersachsen.[1]

In den Spalten befinden sich folgende Informationen:

  • Lage: die Adresse des Baudenkmales und die geographischen Koordinaten. Kartenansicht, um Koordinaten zu setzen. In der Kartenansicht sind Baudenkmale ohne Koordinaten mit einem roten Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Baudenkmale ohne Bild sind mit einem blauen Marker gekennzeichnet, Baudenkmale mit Bild mit einem grünen Marker.
  • Bezeichnung: Bezeichnung des Baudenkmales
  • Beschreibung: die Beschreibung des Baudenkmales. Unter § 3 Abs. 2 NDSchG werden Einzeldenkmale und unter § 3 Abs. 3 NDSchG Gruppen baulicher Anlagen und deren Bestandteile ausgewiesen.
  • ID: die Objekt-ID des Baudenkmales
  • Bild: ein Bild des Baudenkmales, ggf. zusätzlich mit einem Link zu weiteren Fotos des Baudenkmals im Medienarchiv Wikimedia Commons. Wenn man auf das Kamerasymbol klickt, können Fotos zu Baudenkmalen aus dieser Liste hochgeladen werden: Datei hochladen

Die Altenbrückertorstraße verläuft in West-Ost-Richtung aus der Stadtmitte bis zum Bahnhof, sie beginnt an der Straße Bei der Johanniskirche. Während ihres Verlaufes überquert sie die Ilmenau und den Lösegraben. Von der Straße gehen ab oder kreuzen folgende Straßen (von West in Richtung Ost): Bei der Johanniskirche, Ilmenaustraße, nördlich die Schießgrabenstraße, südlich die Friedrich-Ebert-Brücke, nördlich die Altenbrückendamm, südlich An der Wittenberger Bahn und die Bahnhofstraße. Unter den Bahnbrücken geht die Straße in östlicher Richtung als Dahlenburger Landstraße weiter. Die Länge der Straße beträgt etwa 330 Meter. Die Hausnummerierung beginnt im Westen an der südlichen Straßenseite und läuft hufeisenförmig zurück zur nördlichen Straßenseite im Westen.

Die Straße existiert mindestens seit dem 13. Jh. Solange ist eine hölzerne Brücke über die Ilmenau bekannt, die hier eine Furt zur Überquerung des Flusses nutzte. Daher auch der Name Vor dem Altenbrückertore, diese wurde 1860 in den Namen Altenbrückertorstraße geändert. Bekannt ist, dass die Familie von Wittdorf im Jahre 1530 Brückengeld nahm. Im Jahre 1581 kaufte der Rat der Stadt Lüneburg die Brücke mit allen Verpflichtungen von Herzog Wilhelm der Jüngere ab. Die letzte hölzerne Brücke wurde 1823/1824 erbaut. Diese Brücke wurde im Jahre 1876 durch die erste steinerne Brücke ersetzt. Von 1968 bis 1969 wurde die Straße verbreitert und die erste steinerne Brücke ersetzt, dabei wurde das alte Brückengeländer wiederverwendet.

Lage Bezeichnung Beschreibung

ID

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Ilmenaubrücke
53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 54″ O
Brückengeländer Das Geländer besteht aus rechteckigen Feldern, die quer liegen. In der Mitte des Feldes befindet sich ein Tondo, dieses ist umrahmt von Palmetten. Auf den Tondi befindet sich abwechselnd entweder eine Meerjungfrau oder zwei Delphine. Das Mittelfeld der Nordseite macht davon eine Ausnahme, hier im Tondo das Stadtwappen. Darunter steht „Lüneburger Eisenwerk“ und die Jahreszahl „1876“. 30683653
 
Altenbrückertorstraße 1
53° 14′ 50″ N, 10° 24′ 49″ O
Wohnhaus Zur Altenbrückertorstraße giebelständiger zweigeschossiger Bau mit Satteldach in Ziegeldeckung, in Ecklage. EG und straßenseitige Giebelfassade massiv, OG in Fachwerk mit zwei großen Zwerchhäusern zur Straße Bei der Ratsmühle. Die Grundsubstanz des ursprünglich wohl nur eingeschossigen Dielenhauses gehört vermutlich dem 16. Jh. an, die verputzte Nordfassade mit seitlicher Utlucht, Giebel- und Traufstaffeln sowie den rechteckigen Fensteröffnungen wurde 1873 (a) erneuert, der Dachausbau 1908 noch einmal erweitert. 30669886
 
Altenbrückertorstraße 3
53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 50″ O
Wohnhaus Traufständiger dreigeschossiger Bau mit flachgeneigtem Satteldach in Ziegeldeckung. Größtenteils aus Fachwerk mit Backsteinausfachung, straßenseitige Fassade massiv. Diese dreiachsig und durch ein kräftig hervortretendes Konsolgesims abgeschlossen, die Fenster schlicht gerahmt. Im Kern ein Bau des 16. Jh., 1873 in großen Teilen erneuert (u.a. das ehemals vorhandene OG zugunsten der zweigeschossigen Aufstockung aufgegeben und die Fassade in heutiger Form gestaltet). 30670117
 
Altenbrückertorstraße 4
53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 51″ O
Wohnhaus Traufständiger viergeschossiger Bau mit Pultdach. Straßenseitige Fassade massiv und verputzt, rückwärtig eine Fachwerkkonstruktion, wohl des 17. Jh.; das dritte OG unter Pultdach wurde 1870 ergänzt. 30670099
 
Altenbrückertorstraße 5
53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 51″ O
Wohn-/ Geschäftshaus Drei- bis viergeschossiger Backsteinbau in Ecklage, unter bewegten Sattel- und Walmdächern in Ziegeldeckung. Mit zwei aufwändig ausgebildeten, annähernd spiegelsymmetrisch gestalteten Schaufassaden mit je einem im zweiten OG ansetzenden und in übergiebelten Zwerchhaus auslaufenden zweiachsigen Erker, dessen OG und Giebel in Zierfachwerk gestaltet ist; Straßenecke abgeschrägt und um ein Geschoss erhöht, in der Eckgestaltung über Backsteinkonsolen leicht vorkragend ab dem zweiten OG, auch hier die oberen Bereiche in Fachwerk. Erbaut nach Entwurf des Lüneburger Architekten Hermann Matthies 1907 für den Weichensteller Friedrich Wiese. 30669998
 
Altenbrückertorstraße 6
53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 51″ O
Wohn-/Geschäftshaus 30670021
 
Altenbrückertorstraße 9/10
53° 14′ 53″ N, 10° 24′ 55″ O
Wohnhaus Freistehender zweigeschossiger Backsteinbau mit Mansarddach in Schieferdeckung. Erbaut auf Souterrain über unregelmäßigem Grundriss. Fassaden in gelbem Backstein, dabei straßenseitig nach Süden ein symmetrischer Fassadenaufbau mit Altan vor dem Mittelrisalit. Nach Südwesten runder Eckturm unter Kegeldach. Erbaut 1894/95, Bauherr war der Mitinhaber der 1860 gegründeten Portland-Cement-Fabrik Albert Heyn, der das repräsentativ gestaltete Gebäude bereits 1913 verkaufte. Umbau zum Zweifamilienhaus nach Entwurf des Lüneburger Architekten Franz Krüger 1933. Seit 1949 hier ein Kinderheim, heute ein Heim für Jugendliche. 30654544
 
Altenbrückertorstraße 12
53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 52″ O
Nebengebäude Freistehender zweigeschossiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung, unter ziegelgedecktem steilem Satteldach, zur Ilmenaustraße giebelständig, aber disorthogonal ausgerichtet. Von dem Ursprungsgefüge, einem Wandständerbau 1535 (d) in Geschossbauweise mit durchgezapften Ankerbalken, sind nur noch wenige Teile in der nordöstlichen Gebäudeecke erhalten, u.a. die geschossübergreifende Schwertung. Die Wände im Übrigen im 18. und 19. Jh. tw. in Fachwerk, tw. massiv ersetzt, u.a. im Zusammenhang mit der Anlage einer offenen Herdstelle vor der westlichen Giebelwand im 18. Jh. Das zweilagige Kehlbalkendach mit angeblatteten Balken stammt von 1655 (d). 30669940
 
Altenbrückertorstraße 14
53° 14′ 52″ N, 10° 24′ 50″ O
Wohnhaus Giebelständiger zweigeschossiger Backsteinbau mit Satteldach in Ziegeldeckung. Erbaut als Dielenhaus mit östlicher Diele im 16. Jh., umgebaut um 1750 (1749 Gewährung von drei Jahren Schlossfreiheit), 1874 die vierachsige, straßenseitige Südfassade, die ein Dreieckgiebel abschließt, verputzt. Von 1561 bis 1761 Brauhaus. Von 1889 bis 1972 als Bäckerei genutzt. 30670044
 
Altenbrückertorstraße 15
53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 50″ O
Wohnhaus Giebelständiger zweigeschossiger Bau mit Satteldach. Rückwärtig in Fachwerk mit Backsteinausfachung errichtet. Im Kern ein Bau des 16. Jh., der um 1800 überformt und straßenseitig mit einer massiven verputzten Fassade mit Blendquadraten in den Staffelohren und einem Halbkreisfenster zur Belichtung des zweiten Dachgeschosses versehen wurde. 30670062
 
Altenbrückertorstraße 16
53° 14′ 51″ N, 10° 24′ 50″ O
Wohnhaus Zur Altenbrückertorstraße giebelständiger zweigeschossiger Backsteinbau in Ecklage zur Straße Bei der St. Johanniskirche; unter Satteldach in Ziegeldeckung. Im Kern wohl im späten 16. Jh. als Dielenhaus mit Diele in der Osthälfte des Gebäudes errichtet, mehrfach überformt. Breites sechsachsiges Zwerchhaus in der westlichen Dachfläche vom 19. Jh. 30670081
 
  • Doris Böker: Hansestadt Lüneburg mit Kloster Lüne. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen. Band 22.1). Michael Imhof Verlag, Petersburg 2010, ISBN 978-3-86568-563-6, S. 159–163.
Commons: Altenbrückertorstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Denkmalatlas Niedersachsen